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Heinz Grundner verteidigt das Amt des Dorfener Bürgermeisters

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Von: Timo Aichele

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Verhaltene Partystimmung im Rathausfoyer: Heinz Grundner (CSU. M.) bleibt Bürgermeister. Sven Krage (ÜWG, l.) und Simone Jell-Huber (SPD, r.) liegen fast gleichauf. Foto: Weingartner

CSU-Bürgermeister Grundner muss nicht in die Stichwahl - auch wenn sein Ergebnis etwas schlechter war als 2014.

Dorfen – Drei einigermaßen zufriedene Kandidaten sind am Sonntag gegen 19 Uhr im Dorfener Rathausfoyer aufeinander getroffen: CSU-Bürgermeister Heinz Grundner, der mit 53,5 Prozent sein Amt verteidigt aber schlechter abgeschnitten hat als 2014. ÜWG-Newcomer Sven Krage, der aus dem Stand 23,4 Prozent holte. Und SPD-Stadträtin Simone Jell-Huber, die die von ihr angepeilte 20-Prozent-Marke mit 23,1 Prozent gut überschritten hat.

Krage hätte aber durchaus noch größere Ambitionen gehabt. „Mein Ziel war, vor der SPD zu landen“, sagte der 51-Jährige auf Nachfrage. Da kann er also einen Haken setzen. Den Amtsinhaber in eine Stichwahl zu zwingen, das hat der Polit-Neuling allerdings nicht geschafft.

Für eine Stichwahl hätte es bei einer Wahlbeteiligung von 66,2 Prozent aber über 250 Kreuzerl mehr für Grundners Konkurrenten gebraucht. Der 52-jährige Amtsinhaber war entsprechend glücklich – auch, wenn er hinter seinem Ergebnis von 2014 zurückblieb (56,97 %). „Gemessen an der gesamtpolitischen Situation“, so der Bürgermeister, halte er sein Abschneiden für gut. „CDU/CSU haben ja gerade nicht den besten Stand“, meinte Grundner im Hinblick auf klimapolitische Diskussionen auf Bundes- und Landesebene. Sein zweite Wiederwahl wertete aber er als „Bestätigung für meine Arbeit der letzten zwölf Jahre“. Grundners Fazit: „Ich bin mehr als zufrieden.“

Auch für Jell-Huber nahm der Wahlabend einen entspannenden Ausgang. Unter den Schaulustigen im Rathausfoyer war ihre Fraktionskollegin Michaela Meister. Während auf dem großen Monitor die Ergebnisse einliefen, rief sie zum Beispiel: „Hei, Simone, das ist super! Fast 20 Prozent in Schwindkirchen!“ 

Die Party-Stimmung war insgesamt gedämpft. Nur wenige trauten sich überhaupt ins Rathaus. „Ich gehe jetzt aber wie immer mit meinem Sonntags-Stammtisch essen“, sagte die SPD-Kandidatin. Schließlich habe sie am Montag eine Lehrerkonferenz mit 70 Kollegen, da seien die Ansteckungsgefahren am Wahlsonntag moderat. Die Genossen wollten sich später noch im Johanniscafé treffen, während die Grünen ihre dort geplante kleine Wahlparty abgesagt hatten. Grundner und seine Parteifreunde stießen im Gasthaus Lebzelter auf ihren Wahlsieg an. 

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