Einen kleinen Rückblick auf ihre Schulzeit gaben Antonia Aturcanitei (2. v. r.) und Kilian Drost (r.) in Vertretung des Abiturjahrgangs 2021 bei der Entlassfeier in der Aula des Gymnasiums Dorfen.
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Einen kleinen Rückblick auf ihre Schulzeit gaben Antonia Aturcanitei (2. v. r.) und Kilian Drost (r.) in Vertretung des Abiturjahrgangs 2021 bei der Entlassfeier in der Aula des Gymnasiums Dorfen.

Entlassfeier am Gymnasium Dorfen

113 Sterne mit Strahlkraft

  • VonAlexandra Anderka
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Dorfen – „Wenn ich das nächste Mal die Abiturzeugnisse übergebe, ist die Pandemie hoffentlich längst Geschichte“, erträumte sich Direktor Markus Höß bei der Zeugnisübergabe im vergangenen Jahr. Dieser Wunsch ging nicht in Erfüllung. Auch heuer musste der Schulleiter den 113 Abiturientinnen und Abiturienten in zwei getrennten Veranstaltungen in der Aula des Gymnasiums ihre Zeugnisse überreichen – einem Jahrgang, der so viel habe hinnehmen müssen.

Ihn selbst habe das sehr beschäftigt, und er habe beschlossen, in seiner Rede nur am Rande auf Corona einzugehen.

„Per aspera ad astra“ zitierte der Lateinlehrer den Philosophen Seneca und lieferte auch gleich die wörtliche Übersetzung: „Durch Bitteres gelangt man zu den Sternen.“ Er habe sich in der Vorbereitung auf die Rede mit der Astronomie beschäftigt. 3000 Sterne, die sich, indem sie Materie ansammeln, zu Sonnen verwandeln würden, kreisen um die Erde. Und so sei es auch beim diesjährigen Jahrgang. 113 helle und leuchtstarke Sterne seien hier versammelt – manche würden sogar gleißend leuchten. Fünf haben einen Abiturschnitt von 1,1. 23 Absolventen einen Schnitt bis 1,5 und 42 eine Eins vor dem Komma, informierte er. Mit einem Gesamtschnitt von 2,08 würden die diesjährigen Abiturienten in die Annalen eingehen.

Höß, der vor ein paar Tagen selbst einen Grund zu feiern hatte – seinen 50. Geburtstag – wünschte den Absolventen nur das Beste und riet: „Schließt euch nicht dem Mainstream an, nur weil es bequem ist. Werdet auf eurem Gebiet ein echter Star.“

„Macht das, auf was ihr Bock habt“, ermunterte auch Elternbeiratsvorsitzender Werner Schüler, „aber macht was“, schickte er sogleich hinterher. „Abi 2021, super! Ihr seid spitze. Wir sind sehr stolz auf euch“, lobte er und sagte: „Ihr habt bewiesen, dass ihr euer Ziel verfolgt und Verantwortung übernehmt. Launig erinnerte er, dass die Absolventen ihren Eltern danken sollten, die sie die ganze Zeit über unterstützt hätten. Weiter ermutigte er sie, sich politisch, gesellschaftlich und für Umweltschutz zu engagieren. „Wir Alten sind da gerade nicht so vorbildlich. Fridays for Future, das habt ihr toll gemacht.“

Für die Absolventen kamen Antonia Aturcanitei und Kilian Drost ans Rednerpult. Auch sie hätte vergangenes Jahr gedacht, dass der diesjährige Jahrgang es besser haben würde, gestand Aturcanitei. „Trotz allem haben wir es geschafft“, lobte sie sich und ihre Mitschüler. Dafür gab es viel Applaus. Kilian Drost konnte der Situation auch etwas Positives abgewinnen: „Auch wenn wir es nie zugeben würden, aber als einziger Jahrgang alleine in der Schule zu sein – das hatte schon was.“ So seien „Events“ möglich gewesen, die bei üblichem Schulbetrieb nicht angesagt gewesen wären.

Bier-Pong und Butterwettessen nannte er. Bei Letzterem sei sogar ein Preisgeld von 100 Euro ausgeschrieben gewesen. Apropos Butter: Den ausgefallenen Abi-Scherz schmierte der Abiturient der Schulleitung schon aufs Butterbrot: „Bei einer völlig außer Kontrolle geratenen Inzidenz von 2,9 wurde uns der Abi-Streich verboten.“ Doch die Verbindung Schüler und Lehrer wirkte harmonisch. Die Oberstufenbetreuer Silke Kröger und Bernd Folger sowie Schulleiter Höß erhielten Geschenke. Ein großes Dankeschön ging auch an das Mensa-Team und den Hausmeister.

Nicht zuletzt trugen die musikalischen Einlagen, die die Abiturienten alle auf hohem Niveau selbst übernommen hatten, zum feierlichen Rahmen bei.

Höß übergab den Absolventen einzeln ihre Reifezeugnisse, im Hintergrund war immer deren Kinderbild zu sehen. „Besucht uns wieder und bleibt alle gesund“, gab er seinen Schützlingen mit auf den Weg und feiert bis in den frühen Morgen“. Denn die Abiturienten trafen sich am Abend im E 3. (and)

Die Abiturienten:

Christina Adam, Julia Adam, Smilla Aelken, Antonia Aturcanitei, Jakob Bachmaier, Florian Bauer, Leopold Bauer, Thomas Bauer, Niklas Becker, Matthias Bitterle, Felix Blaha, Leonie Bulling, Melina Burgmair, Lars Christiansen, Lisa Daumoser, Sophie Daumoser, Emily Decker, Julian Dinalic, Anna Dourou, Simon Dreher, Nikolas Drimmel, Kilian Drost, Johanna Emehrer, Cedrik Engel, Maximilian Erber, Amelie-Sophie Flurl, Hannah Frauendienst, Laura Freudlsperger, Nico Gerber, Sarah Gerstl, Andreas Gfüllner, Liliane Haft, Laurena Hahmann, Lisa Härle, Louisa Häupl, Laura-Sophie Hobmaier, Julia Höhne, Jakob Holzner, Fenja Huber, Paula Hutner, Sarah Inoubli, Magdalena Jell, Laura Karl, Simon Katterloher, Dominic Kendzia, Anian Kerscher, Julia Kirmayer, Alexander Kirz, Selina Klar, Samuel Kneißl, Katharina Koll, Theresa Körbl, Karina Kranich, Sarah Kraus, Jonas Kuhn, Leon Lischka, Paul Lischka, Greta Lücke, Florian Ludwig, Tanja Maier, Sophia Maierthaler, Jakob Marsmann, Thomas Menzinger, Laura Mooser, Mirjam Müller, Andreas Neudecker, Paulina Neumeier, Bettina Pfeilschifter, Darin Pinter, Lea Pötz, Annika Preuthen, Bastian Rachl, Simon Rampeltshammer, Amelie Ratai, Sophie Reil, Nepomuk Reile, Sonja Reithmaier, Emily Renner, Filis Renner, Maximilian Riedl, Hanna Röhrl, Carina Roßmeier, Benedikt Sammer, Lilly Schäfer, Bettina Scharl, Josephine Schertler, Johannes Schmid, Samuel Schneider, Anna-Sophia Schober, Maximilian Schrath, Peter Schuster, Philipp Schuster, Emilie Sigalov, Markus Sigl, Bastian Sinseder, Paul Storm, Lovis Uitz, Stefan Vielhuber, Chiara Vogler, Lukas Vollmann, Simone Wagenlechner, Thomas Wagner, Jule Walter, Daniel Weber, Lena Weber, Antonia Weißgerber, Tobias Westenberger, Anna Wiedenhofer, Emma Wiegel, Sophie Wildner, Isa Wilke, Johanna Wolfbauer, Maximilian Zollner.

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