Finanzhaushalt Dorfen

Bis 2018 investiert Stadt 33 Millionen Euro

Dorfen - Die Stadt Dorfen muss auch in den nächsten Jahren hohe finanzielle Belastungen stemmen. Erst 2018 soll die Investitionsquote wieder deutlich sinken.

Die Finanzverwaltung des Rathauses kündigte in der Haushaltsdebatte im Stadtrat „ein weiter überdurchschnittliches Investitionsvolumen“ an. Trotz großer Ausgaben in zweistelliger Millionenhöhe für dringend notwendige Investitionen wie Gebäudesanierungen, Rathausneubau und Bahnausbau hatte die Leiterin der Finanzverwaltung, Maria Bauer, auch eine gute Nachricht. Das 20-Millionen-Großprojekt in die Bildung, die Generalsanierung Grund- und Mittelschule, wird noch in diesem Jahr abgeschlossen und damit auch ein Großteil der Finanzierung. Dadurch könne mit „deutlich mehr investiven Zuwendungen“ (insgesamt über 10 Millionen Euro Zuschüsse) gerechnet werden. Das schaffte Luft im Haushalt und vermeide weitere Kreditaufnahmen.

Bauer nannte bei der Präsentation des Investitionshaushaltes bis 2019 beeindruckende Zahlen. Zwischen 2016 und 2018 rechnet die Stadtkämmerin mit rund 33,5 Millionen Euro. Alleine heuer werden 10,6 Millionen Euro investiert, wobei rund sechs Millionen Euro in die Schulsanierung fließen. Im kommenden Jahr schlagen der Rathausneubau und ein Krippenneubau ins Finanzkontor. Es stehen Ausgaben von 10,7 Millionen Euro im Haushalt. Erst 2018 sinkt das geplante Investitionsvolumen mit 8,3 Millionen Euro wieder in den einstelligen Bereich. Für 2019 plant Bauer 3,8 Millionen Euro für Investitionen ein.

Die „Aufgaben und Herausforderungen“ der sich die Stadt stellen müsse, wie Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) sagte, werden nicht weniger finanzintensiv. Umgesetzt werden städtebauliche Maßnahmen im Rahmen des beschlossenen Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) zur Belebung und Förderung der Innenstadt. Eine noch größtenteils Unbekannte sind die Beteiligungen an der Beseitigung mehrerer Bahnübergänge (BÜ) im Gemeindebereich im Zuge des zweigleisigen Bahnausbaus München-Mühldorf-Freilassing. Für Maßnahmen im Bahnhofsumfeld (500 000 Euro) sowie die BÜ’s Moosschuster (950 000 Euro) und Lappach (1,5 Millionen Euro) sind bis 2019 knapp drei Millionen Euro im Finanzplan eingestellt. Der leergefegte Wohnungsmarkt und der Siedlungsdruck im Ballungsraum München zwingen die Stadt auch erheblich im Grunderwerb tätig zu werden. Über eine Million Euro jährlich und fast fünf Millionen sollen dafür bis 2019 ausgegeben werden. Alle anfallenden Tilgungen, ein Gradmesser der Finanzleistungsfähigkeit, können 2019 gedeckt werden, betonte Bauer.

Hermann Weingartner

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