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Spaß mit Benefizcharakter hat das Team „The Fast and the Voglwuidn“. Bis ihre Rallyeautos einsatzbereit sind, wollen sie die geplante Spendensumme einspielen. Dazu gibt’s am Samstag, 18. Mai, einen Benefizlauf in Schwindkirchen. Mitorganisatorin ist Carolin Blasi (3. v. r.).

21 Abenteuerlustige aus Schwindkirchen und Umgebung

Voglwuid zur Ostsee-Rallye

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Knapp 8000 Kilometer, zehn Länder, 16 Tage Abenteuer. Das ist die Rallye „Baltic Sea Circle“, die am 15. Juni in Hamburg startet und am 30. Juni dorthin zurückkehrt. Dabei sind Hobby-Fahrer und Rallye-Erprobte. Sie haben so klangvolle Namen wie „Die Seebären“, „Stardriver“ oder „Küstenkinder“. 250 Teams machen sich auf den Rundkurs an der Ostsee. Aus Schwindkirchen und Umgebung kommt das Team Orientdrift „The Fast and the Voglwuidn“ mit 21 Teilnehmern.

Schwindkirchen– Schon vor zwei Jahren hatte die Truppe, damals mit einem Dutzend Leuten, an der Allgäu-Orient-Rallye mit Ziel Jordanien teilgenommen. Heuer geht’s durch Skandinavien an den Polarkreis, nach Lappland und ans Nordkap, weiter nach Russland von Murmansk bis St. Petersburg, durch die Ostsee-Anrainerstaaten Estland, Lettland und Litauen sowie Polen zurück nach Deutschland.

Das klingt nach Spaß, und davon gibt es sicher jede Menge. Aber der tiefere Sinn der Rallye ist es, Spenden für gemeinnützige Aktionen zu sammeln. Pro Auto – die voglwuidn Orientdrifter sind mit neun Fahrzeugen unterwegs – müssen 750 Euro gespendet werden. Wohin – das können die Teams selbst festlegen.

„Wir werden das Geld zu gleichen Teilen dem Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg und dem lettischen Verein Tabitas Sirds (übersetzt: Tabitas Herz) zukommen lassen“, sagt Rallye-Teilnehmerin Carolin Blasi. „Dieser Verein unterstützt lettische Pflegefamilien und will mit Spendengeldern ein Familienzentrum errichten, in dem Kinder auch beim Lernen unterstützt werden“, erklärt die 25-Jährige. Gesammelt wurden und werden die Gelder bei verschiedenen Aktionen, etwa beim Glühweinverkauf in der Adventszeit. „Da haben wir schon einen guten Puffer“, freut sich Blasi.

Die nächste Aktion ist ein Benefizlauf am Samstag, 18. Mai, in Schwindkirchen. „Wir hoffen, dass sich viele beteiligen“, so Blasi. Das Motto lautet: „So langsam du auch läufst – du schlägst alle, die zu Hause bleiben!“ Um möglichst viele Menschen zu motivieren, gibt es eine Zehn- und eine Fünf-Kilometer-Strecke sowie eine Walkingstrecke über fünf Kilometer.

Derzeit sind die Rallye-Teilnehmer noch fleißig dabei, ihre Gefährte für die Ostsee-Tour fit zu machen. Das ist gar nicht so einfach, denn die Autos dürfen nicht jünger als 20 Jahre sein. Die „Voglwuidn“ fahren meist alte VW-Busse, die leuchtend türkis lackiert und zu Schlafmobilen umgebaut werden sollen. Richtige Wohnmobile sind nämlich ebenso wenig erlaubt wie unterwegs ein Navi zu benutzen oder auf der Autobahn zu fahren. Navigiert wird nach einem Roadbook, zwischendrin sind Aufgaben zu erledigen, für die es Punkte gibt. Am Ende der Rallye wird ein Gesamtsieger ermittelt.

Die Mitglieder der Schwindkirchener Truppe sind zwischen 19 und 45 Jahren alt, kommen aus sozialen oder IT-Berufen, sind Studenten oder Selbstständige. Autoschlosser hat keiner gelernt. Der Slogan wird also frei nach einem Trabi-Spruch lauten müssen: „Hammer, Zange, Rolle Draht, kommste bis nach Leningrad!“

Dass unterwegs an den Wagen was kaputtgeht, davor hat Blasi keine Angst: „Pannen gehören dazu. Und nicht nur die anderen Rallyefahrer sind sehr hilfsbereit, auch Einheimische unterstützen gern“, sagt die Erzieherin. Diese Erfahrung habe man vor zwei Jahren auf der Fahrt in den Orient gemacht.

Für den Benefizlauf am 18. Mai in Schwindkirchen kann man sich von 12 bis 13.30 Uhr vor dem Wolfgang-Meier-Haus (Pfarrer-Bichlmair-Weg 5a) anmelden. Dort gibt’s auch die Startnummern. Los geht’s um 14 Uhr. Die Startgebühr beträgt 15 Euro für Erwachsene und zehn Euro für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre.

Nach den Rennen findet die Abschiedsparty mit Siegerehrung statt. Die musikalische Gestaltung übernehmen die Blaskapelle St. Wolfgang und DJ Digeridoo, für das leibliche Wohl ist mit Spanferkel und Barbetrieb gesorgt.

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