Bilanz Nikolaistiftung

4,7 Millionen Euro Vermögen

Die Nikolaistiftung der Stadt Dorfen steht finanziell auf einer kerngesunden Basis und kann ihren Stifterzweck zugunsten bedürftiger Bürger weiter erfüllen. Das wurde im Stadtrat bei der Haushaltsberatung 2017 für die Stiftung deutlich.

Dorfen – Die Sach- und Finanzlage zur Nikolaistiftung hatten im Dorfener Stadtrat Kämmerin Maria Bauer und Theresa Petrik vorgetragen. Nachdem im November 2016 die frühere Nikolai-Stiftungssekretärin Irmgard Beyer verstorben war, hat Petrik nun diese Aufgabe übernommen. Aufgrund des Todesfalls der früheren Abteilungsleiterin Zentrale Dienste hatte sich auch die Erstellung der Jahresrechnungen 2015 und 2016 verzögert, erklärte Bauer. Die Nikolaistiftung ist ein wichtiger Bestandteil im sozialen Netzwerk der Stadt. Das wurde bei der Vorstellung der Jahresrechnungen 2015/2016 mehr als deutlich.

Die Leiterin der Finanzverwaltung hatte Details zur Erfüllung des Stifterzwecks im Haushalt 2016. Danach wurden zahlreiche bedürftige Bürger aus Mitteln der Stiftung unterstützt. Für eine Weihnachtsbeihilfe (1560 Euro) für knapp 150 bedürftige Personen wurden insgesamt 21 300 Euro gewährt. Die Stiftung ist auch Träger der Tafel Dorfen, wofür etwa 20 000 Euro für den Sachaufwand ausgegeben wurden.

Weitere Finanzhilfen gewährte die Stiftung für die Hausaufgabenbetreuung (2124 Euro) im Dorfener Zentrum für Integration und Familie, Gutscheine für Schulmaterial (6097 Euro) für Kinder aus sozialschwachen Familien und 13 854 Euro für in Not geratene Bürger. Weiter wurden Obdachlosenunterbringung (3046 Euro), Schwimmbadeintritte (36 Euro) für bedürftige Kinder und eine Nikolauslausfeier (2146 Euro) für Kinder von Asylbewerbern unterstützt. Hilfe kann laut dem Stifterwillen nur Bürgern im Gemeindebereich Dorfen gewährt werden.

Die Stiftung ist schuldenfrei und hatte 2016 ein Grundstockvermögen von 4,16 Millionen Euro, berichtete Bauer. Die freien Rücklagen betrugen rund 160 000 Euro. Nach Jahresabschluss wurde ein Vermögen von 4,7 Millionen Euro bilanziert. Veränderungen bei der Vermögenslage gibt es seit Jahren kaum. Die Jahresrechnungen sowie die Schlussbilanzen wurden vom Stadtrat zur Kenntnis genommen. Nun könne die überörtliche Prüfung fortgesetzt werden.

Den Stiftungshaushalt 2017 hat Petrik erarbeitet und erläutert. Neben Grundstücken und Immobilen ist der Nikolai-Wald das größte Stiftungskapital. Die Holzwirtschaft wird weiter durch die Stadtwerke Dorfen betrieben. Die Einnahmen haben sich aufgrund „des geringen Holzeinschlags 2016 deutlich auf 9050 Euro verringert“. Das Grundstücks- und Gebäudemanagement erwirtschafte 38 000 Euro. Grundstücksgeschäfte seien „heuer nicht vorgesehen“. Die Umsetzung des Sozialwohnungsbauprojekts Stiftlring ist in Vorbereitung. In dem Zusammenhang muss erst ein neuer Standort für die Feuerwehr Hausmehring gefunden werden.

Die Verwendungsrücklage werde heuer „komplett aufgelöst“, kündigte Petrik an. Und die Stiftung bleibt „weiter schuldenfrei“. Zur Bewältigung ihrer mildtätigen Aufgaben müssten keine Kassenkredite in Anspruch genommen werden: „Die Stiftung steht auf einer grundsoliden Finanzbasis.“ Der Haushalt wurde einstimmig beschlossen.

Hermann Weingartner

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