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Blumen für das 500. Mitglied (v. l.): Leo Rauschecker, Ingrid Rutzmoser und Horst Weise begrüßten Ingo, Eva und Roman Pirsig gemeinsam mit Eric Becker, Peter Gutting und Simone Görg im ADFC-Kreisverband Erding. 

500 Mitglieder im ADFC Erding 

Ein Reisebüro für Radfahrer

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Erding - Er ist einer der dynamischsten Vereine im Landkreis – und er wächst stetig: der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Erding. Jetzt konnte der Vorstand das 500. Mitglied begrüßen.

Abwechslungsreiche Ausfahrten, Versicherungsschutz für Mitglieder, aber auch Serviceangebote für jedermann: All das macht den ADFC Erding von Jahr zu Jahr beliebter. Mittlerweile hat der Kreisverband 500 Mitglieder und liegt mit dieser Dynamik bundesweit ganz vorne – „noch vor Leipzig oder Dresden“, wie ADFC-Kreisvorsitzender Horst Weise stolz betont. Der 71-Jährige führt den Verein seit 2012, gegründet wurde der ADFC vor 25 Jahren.

Bereits 2014 hatte er die 300-Mitglieder-Marke geknackt, 2016 waren es erstmals mehr als 400. Ausgerechnet im Jubiläumsjahr konnten Weise und sein Vorstandsteam nun Eva Pirsig aus Papferding als 500. Mitglied begrüßen. Die Allgemeinärztin mit Praxis in Erding trat mit ihrer Familie – Ehemann Ingo und Sohn Roman – bei. Einzelmitglieder zahlen beim ADFC im Jahr übrigens 56 Euro, Familien 68 Euro Beitrag. Darin enthalten sind Pannen- und Rechtsschutz sowie eine Haftpflicht-Versicherung.

Der Verein sieht sich als „eine Art Reisebüro für Radfahrer im Landkreis“, sagt Weise. Er weiß, dass viele Mitglieder wegen der Ausfahrten dabei sind. „Heuer haben wir 70 Touren im Angebot“, so Weise. Es gibt Feierabendtouren, eine Dienstagstour und größere Wochenendausfahrten. Die meisten beginnen in Erding, einige aber auch in Dorfen. Denn dort gibt es seit 2016 die Ortsgruppe Isental mit mittlerweile 80 Mitgliedern. Sie leitet Alfred Dormeier aus Eibach.

Ein Trend, der auch im ADFC zu erkennen ist: Es werden immer mehr Pedelec-Fahrer. Das E-Bike „ist eine große Chance für die, die mit den anderen noch mithalten und ihren Radius erweitern wollen“, sagt Weise. Er selbst fährt noch ohne Strom und mag es, „wenn’s flacher ist, da kann ich schneller fahren“. Seine liebste Tour führt ins Moos – „egal, ob zum Speichersee oder Richtung Freising. Wenn ich’s wissen möchte, dann geht’s ins Holzland.“ Das können dann schon mal 100 Kilometer und 1000 Höhenmeter sein. „Da brauch’ ich dann den ganzen Tag. Das ist anstrengend.“

Der Kreisvorsitzende sieht den ADFC nicht nur als Tourenanbieter, sondern auch als Partner der Kommunalpolitik. Schließlich sei es wichtig, dass sich die Städte und Gemeinden der Belange von Radfahrern annehmen. Hier sei die Zusammenarbeit gut, was beispielsweise die Überprüfung von Untergrund, Befahrbarkeit oder Wurzelwürfen auf Radwegen angeht.

Nicht erst seit dem Unfalltod einer Fußgängerin in Erding kämpft der ADFC dafür, dass Lastwagen, vor allem die von Entsorgungsfirmen, mit einem Toten-Winkel-Assistenten ausgestattet werden, um beim Abbiegen keine Radfahrer oder Fußgänger zu übersehen. „Edeka und Aldi Süd haben den schon vorgeschrieben“, sagt Weise. Er setzt auf gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr. Das Ideal: „Jeder passt auf den anderen auf, dass nichts passiert.“

Der Beitritt von Familie Pirsig zum ADFC wurde bei einem kleinen Umtrunk im Best Western Plus Parkhotel in Erding gefeiert. Unter den Gratulanten waren Hotel-Inhaber und ADFC-Fördermitglied Fritz Staudinger und Mitglied Ingrid Rutzmoser. Sie hatte die Familie Pirsig überzeugt, in den Radclub einzutreten. Weise überreichte kleine Präsente, darunter die Broschüre „Mit dem Rad durch den Landkreis Erding“ inklusive der neuesten Erlebnistourenkarte des Landratsamtes.

Außerdem tauschte man sich über Radl-Erlebnisse aus. Es zeigte sich, dass das Radfahren bei Familie Pirsig eine lange Tradition hat. Bei Ausflügen war Sohn Roman schon früh dabei. Er würde gerne auch öfter ins Gymnasium nach Erding radeln, vermisse bisher allerdings die sichere Anbindung, so Weise.

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