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Mehr als nur ein sakraler Steinbau: Weihbischof Bernhard Haßlberger (hinten, M.) hielt die Jubiläumsmesse.

550 Jahre Pfarrkirche Oberdorfen 

„Die Wohnung Gottes unter den Menschen“

Die Pfarrgemeinde in Oberdorfen feierte das Patrozinium des 550 Jahre alt gewordene St.-Georg-Gotteshauses

Oberdorfen – „Die Kirche ist nicht nur Stein, sondern ein Zeichen: Gott ist da, mitten unter uns.“ Das verkündete gestern Weihbischof Bernhard Haßlberger in seiner Predigt beim Pontifikalgottesdienst in der Pfarrkirche Oberdorfen. Die Pfarrgemeinde feierte das Patrozinium des 550 Jahre alt gewordenen St.-Georg-Gotteshauses.

Aus allen Teilen der Pfarrei waren die Gläubigen gekommen, um mit dem Regionalbischof die Heilige Messe zu feiern. Die wurde feierlich vom Kirchen- und Kinderchor Oberdorfen gestaltet. Als Konzelebrant assistierte dem hohen Geistlichen Pfarrer Janusz Gadek.

Eine Kirche bringe mehr zum Ausdruck als nur ein sakraler Steinbau. „Sie ist die Wohnung Gottes unter den Menschen“, erklärte Haßlberger. Das werde mit der Kirche in Oberdorfen „so wunderbar deutlich, die hoch oben auf dem Berg steht und weit ins Land hineinschaut“. Deshalb habe man Kirchen errichtet. „Nicht, dass wir da hingehen müssen, um Gott zu erfahren. Gott ist mitten in unserem Leben, im Gebet im Alltag.“

Am Ende bedankte sich der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Thorsten Berner bei den Geistlichen für die schöne Gestaltung der Messe und vor allem bei Wolfgang Lanzinger, der den neuen Kirchenführer erstellt hatte (wir berichteten) sowie bei Franz Streibl und Herbert Moser vom Historischen Kreis Dorfen. Die beiden haben eine sehr informative Ausstellung zu 550 Jahre Kirche Oberdorfen zusammengestellt.

Nach der Messe trafen sich die Kirchgänger im Pfarrer-Gammel-Haus zum Stehempfang und einen Ratsch mit dem leutseligen Weihbischof. Der Geistliche lobte die ausführliche Präsentation zum Kirchenjubiläum. Die Ausstellung zeigt in großen Tafeln die Geschichte der 1468 errichteten Pfarrkirche Oberdorfen bis heute auf. Aber auch die Entwicklung der Pfarrei Oberdorfen wird erläutert, die schon immer eine große Pfarrei war und mal bis kurz vor Taufkirchen reichte. 18 Filial- und Nebenkirchen gehörten einst dazu. Heute sind es die Pfarrkirche Oberdorfen, Filialkirche Esterndorf, Zeilhofen, Landersdorf und Lindum sowie die Fürmetzkapelle (Dorfen), Silvera-Kapelle (Dürneibach) und Marienkapelle in Hain.

Die Ausstellung ist noch am kommenden Mittwoch, 25. April, von 20 bis 21.30 Uhr und am Sonntag, 29. April, von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Da kann auch der neue Kirchenführer erworben werden. Hermann Weingartner

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