Untersuchungen zum Bahnausbau: Rund 9000 Bohrungen wurden entlang der Strecke der ABS 38 gemacht. Foto: Weingartner

Technische Vorplanungen

9000 Probebohrungen für den Bahnausbau

Dorfen - Die Planungen für den zweigleisigen Bahnausbau München-Mühldorf-Freilassing gehen voran. Die technische Vorplanung ist laut Deutsche Bahn AG abgeschlossen. Der aktuelle Kostenstand für das Gesamtprojekt wird auf 1,6 Milliarden Euro geschätzt.

Dorfen – Die Stadt Dorfen muss im Zuge des Bahnausbaus mit einigen Millionen Euro im Rahmen der gesetzlich geregelten Beteiligungen an den Kosten der Brückenbauwerke im Gemeindegebiet rechnen. Um eine Kostenschätzung auch für den Bereich Dorfen besser zu validieren, wurde mit der Baugrunduntersuchung ein wichtiges Element aus der Entwurfs- und Genehmigungsplanung bereits vorgezogen. Die Bodenerkundung wurde in sechs Lose unterteilt. Die Planer der DB Netze haben dafür eine Menge Aufwand und Geld investiert. Die Heimatzeitung konnte auf der teilgesperrten Strecke Dorfen - Ampfing um Mitternacht die Bohrarbeiten und Baugrunderkundung mit dem neuen Leiter der ABS 38, Klaus-Peter Zellmer, und Sprecher Kommunikation Großprojekte, Michael-Ernst Schmitt (beide DB Netze) beobachten. Es werde gründlichst geplant, um später keine Überraschungen zu leben, so Zellmer. Rund 9000 Bohrproben wurden im und neben dem Gleisbett der Ausbaustrecke genommen. Die Untersuchungen haben ein Kostenvolumen von rund elf Millionen Euro, schätzte Zellmer. Die Planung des Ausbaus und Elektrifizierung der 140 Kilometer Strecke zwischen München-Mühldorf / Burghausen-Freilassing / Salzburg werde mit vielen Daten gesichert. Eine davon sei die Baugrunderkundung. Die erfolgte zwischen Ampfing und Dorfen auf der bestehenden Gleistrasse mittels verschiedener Sondierungen, Schurf und Kleinbohrungen. Keine leichte Aufgabe, denn der Zugverkehr soll möglichst nicht beeinträchtigt werden. Gearbeitet wurde daher in der Nacht mit Vollsperrungen zwischen 24 und 6 Uhr.

Ab Herbst wird zwischen Dorfen und Markt Schwaben der Baugrund im Gleisbett untersucht. Und es folgen weitere Bodenuntersuchungen etwas abseits der Gleise, die den Zugverkehr nicht behindern. Nach Abschluss der Bodenerkundung werden Gutachten fertig gestellt und die Ergebnisse der Vorplanung auf Gültigkeit überprüft. Nächstes Jahr soll dann eine Vorzugsvariante vorgestellt werden. Mit ersten Ergebnissen rechnen die Planer ab Juni 2016, Mitte/Ende 2017. Eine genauere Aussage zu den Kosten des Bahnausbaus in Dorfen könne noch nicht getroffen werden. Im gesamten Verfahren bleiben Kommunen und Bürger am Projekt beteiligt, versicherte Schmidt.

Hermann Weingartner

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