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Sorgt für Diskussionen seit Jahrzehnten: die Isentalautobahn.

„Nur“ 120 km/h auf der A94

Isentalautobahn: Kritik am Tempolimit im Internet und bei der AfD

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Auf der A94 wird zwischen Pastetten und Ampfing ein Tempolimit eingeführt. Für die Anlieger ein Etappensieg, für viele eine falsche Entscheidung.

Erding – Für die Anlieger der A94 ist es ein Etappensieg, für viele eine falsche Entscheidung – das Tempolimit von 120 km/h, das ab diesem Wochenende durchgehend auf der Isentalautobahn zwischen Pastetten und Tunnel Wimpasing bei Ampfing eingeführt wird.

Erneut ist der Aufschrei im Internet groß, etwa auf der Facebookseite unserer Zeitung. Es herrscht breites Unverständnis, warum man erst eine Autobahn durchboxt, auf der man dann nicht viel schneller fahren darf als auf einer Bundesstraße. Einige kündigen an, wieder auf die – unfallträchtige – B12 auszuweichen, andere wollen zurück auf Landstraßen.

Isentalautobahn: Vorbereitung auf generelles Tempolimit?

Ein Leser weist darauf hin, dass das Geld im Bahnausbau München–Mühldorf besser investiert gewesen wäre.

Auch die AfD ist gegen ein Tempolimit aus Lärmschutzgründen. Mitglieder der Landtagsfraktion mutmaßen, es sei die neue Strategie der A94-Gegner, nun den Betrieb möglichst intensiv zu behindern. Der verkehrspolitische Sprecher Josef Seidel erklärt, die Behörden hätten doch mitgeteilt, dass alle Auflagen eingehalten worden seien. Es könne nicht sein, dass einige Anlieger mehr Schutz bekommen als andere.

Sein AfD-Kollege Franz Bergmüller mutmaßt, dass Ministerpräsident Markus Söder entweder die Anlieger der Isentaltrasse privilegieren oder aber ein generelles Tempolimit vorbereiten wolle. Laut Fraktion stehen die AfD-Kreisverbände in der Region hinter dieser Sichtweise.

Hans Moritz

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