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Umbaumaßnahmen nicht nicht ganz abgeschlossen: In diesem ehemaligen Bauernhof sollen über 20 Flüchtlinge untergebracht werden. 

Asylbewerberheim in Jaibing

Acht Einheimische, 21 Flüchtlinge

Jaibing - Um mindestens 150 Prozent wird die Einwohnerzahl in Dorfens kleinem Ortsteil Jaibing steigen. Dort leben derzeit acht Einheimische. Demnächst sollen bis zu 21 Flüchtlinge dazu kommen.

Ein seit langem leer stehendes und unbewohntes landwirtschaftliches Anwesen wird zur Flüchtlingsunterkunft. „Der Einzugstermin steht noch nicht genau fest, da noch Umbaumaßnahmen durchgeführt werden müssen“, informierte die Pressesprecherin des Landratsamtes, Claudia Fiebrandt-Kirmeyer, auf Nachfrage der Heimatzeitung.

Was die Jaibinger, fünf Frauen und drei Männer, am meisten ärgert, ist, dass man im Weiler nur zufällig, nebenbei mitbekommen habe, dass Flüchtlinge untergebracht werden sollen, sagte eine Jaibingerin. Transparenz und Bürgernähe sähen anders aus. Inzwischen habe es vor Ort ein Treffen mit den Anwohnern und Nachbarn aus der Umgebung mit Verantwortlichen des Landratsamtes, der Stadt und der Flüchtlingshilfe Dorfen gegeben. Befürchtungen und Ängste konnten in der Versammlung aber nicht ausgeräumt werden.

Jaibing liegt direkt an der stark befahrenen B 15, Richtung Taufkirchen, und ist vier Kilometer entfernt von Dorfen. Im Weiler gibt es nichts. Ein Bus hält dreimal am Tag. Die Stadt ist zu Fuß oder mit dem Rad nur entlang der Bundesstraße erreichbar. Der nächste sichere Radlweg beginnt erst knapp 1,5 Kilometer entfernt bei Scheidegg, und dazu muss am Ende die B 15 oder ED 2084 gekreuzt werden.

Objektiv gesehen ein eher ungünstiger Ort, um Flüchtlinge unterzubringen. Zum Einkaufen, Kindergarten, Schule, Arzt oder Freizeitmöglichkeiten braucht man ein Auto. Sollten Flüchtlinge dort versuchen, mit dem Radl auf der B 15 in die Stadt zu kommen seien Unfälle vorprogrammiert, war eine sicher nicht unrealistische Befürchtung einer Bewohnerin. 

Hermann Weingartner

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