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Es geht los: Die Erschließung des Baugebiets „An der Mühlleite“ hat begonnen. Das Areal soll ausschließlich mit Nahwärme versorgt werden.

Baugebiet „An der Mühlleite“

Alle sollen ans Nahwärmenetz

Dorfen – Es ist der erklärte politische Wille des Stadtrats, das neue Dorfener Wohnbaugebiet „An der Mühlleite“ komplett mit Nahwärme zu versorgen. Die Erschließung der Siedlung ist bereits im Gange. Als Wärmelieferant sollen möglichst die eigenen Stadtwerke zum Zuge kommen.

Der Dorfener Stadtrat hatte bereits in einer früheren Sitzung – noch in der Genehmigungsphase – grundsätzlich beschlossen, das Baugebiet „An der Mühlleite“ nur mit Nahwärme zu erschließen. Für die über 70 Wohnhäuser wollte Umweltreferent Gerald Forstmaier (GAL) damals einen Anschlusszwang. Der konnte aber aus rechtlichen Gründen im Bebauungsplan nicht festgesetzt werden. Nun sollen sich die Bauherren durch privatrechtliche Vereinbarungen beim Grundstückskauf zur Abnahme der umweltfreundlichen Heizenergie verpflichten.

Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) hatte berichtet, die Stadtwerke Dorfen beabsichtigen das neue Baugebiet zwischen Dorfen-Ost und Hampersdorf, wie vom Stadtrat befürwortet, mit Nahwärme zu versorgen. Dazu müsse noch ein so genanntes „Stützkraftwerk“ errichtet werden. Das wohl erdgasbetriebene Blockheizkraftwerk soll gleich in der Nähe, gegenüber des Baugebiets, nördlich der Staatsstraße 2086 auf einem Grundstück der Stadtwerke errichtet werden.

Um die Wirtschaftlichkeit zu erreichen müssen sich aber mindestens rund 80 Prozent aller Grundstückseigentümer bereits vorab verpflichten, sich ans Wärmenetz der Stadtwerke anschließen zu lassen, berichtete Grundner. Aktuell liege man laut Auskunft der Stadtwerke „knapp unter“ den insgesamt erforderlichen Zustimmungen der Bauherrn.

Von den Bauparzellen sind 23 in städtischem Eigentum. Für die Vergabe dieser Parzellen im Einheimischenmodell wurden nun privatrechtliche Vereinbarungen einstimmig beschlossen. Jedes Grundstück der Stadt wird mit einem Nahwärmeanschluss versehen. Der Käufer wird zur Wärmeabnahme verpflichtet. Falls erforderlich, werden Grunddienstbarkeiten für Leitungsrechte unentgeltlich eingetragen.

Weiter im Beschluss heißt es: „Diese vertraglichen Verpflichtungen entfallen, falls das Baugebiet nicht mit Nahwärme versorgt wird.“ Damit will die Stadt sicherstellen, sollten die Stadtwerke die Wirtschaftlichkeit unerwarteterweise nicht erreichen, dass ein anderer privater Energieversorger einspringen könnte. Das wäre bekanntermaßen die Hampersdorfer Firma Kiefinger, die in dem Ortsteil bereits Nahwärme liefert und direkt an der Mühlleite liegt. Josef Wagenlechner (TEG) sagte zu dem Thema: „Eine Kooperation läuft schon.“

Umweltreferent Forstmaier betonte, es sein „politisches Ziel“, das Baugebiet mit Nahwärme zu versorgen. Sollten die Stadtwerke scheitern und die Wirtschaftlichkeit nicht erreicht werden, dürfe nicht ausgeschlossen sein, dass auch andere, private Nahwärmeversorger zum Zuge kommen können.

Von Hermann Weingartner

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