Nachruf KUrt Hörmann

Als Ökonomierat Tausende begeistert

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Der „Herr Ökonomierat“ ist tot. Kurt Hörmann, einer der beliebtesten Darsteller der Bierkrieg-Festspiele 1995, 1999 und 2010 in Dorfen ist nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 82 Jahren gestorben.

Dorfen – Bei allen drei Freilichtaufführungen hat Kurt Hörmann vor insgesamt fast 100 000 Besuchern den Ökonomierat und Bräu Josef Bachmayer gespielt. Er hat das mit ganzer Hingabe und voller Stolz getan. Denn schließlich war der legendäre Bräu Hörmanns Urgroßvater, sein Wirtshaus wurde beim Dorfener Volksaufstand anno 1910 in Schutt und Asche gelegt – wegen einer Bierpreiserhöhung um einen Zwoaring von 22 auf 24 Pfennig. Wenn Hörmann als Bräu zum Ende des Schauspiels vom Erker des Wirtshauses den Radaubrüdern zurief, „In Gott’s Nam’, dann kost’ ’s Bier ab heid wieda 22 Pfennig“, dann war zu spüren, wie sehr er dabei stolz auf seine Rolle war.

Hörmann war aber auch ein außergewöhnlicher Waidmann. Jahrzehntelang setzte er sich für Wild, Wald, Jagd und Natur ein. Von 1996 bis 2006 war er Vorsitzender des Kreisjagdverbandes Erding, deren Ehrenmitglied er auch war. Von 1975 bis 2007 war Hörmann zudem Leiter der Hegegemeinschaft Dorfen. Hörmanns Engagement war auch geprägt vom Ausbau der Schießstätte in Osendorf. Dieses Kleinod für jagdliches Schießen bietet heute noch allen Erdinger Jägern die Möglichkeit mit Büchse und Flinte (Skeet) zu üben.

Der Verstorbene hat 1956 in St. Ottilien Abitur gemacht und danach in Weihenstephan Agrarwirtschaft studiert. Hörmann hinterlässt Ehefrau Mathilde, Sohn Robert und Tochter Eva. Der Seelengottesdienst für den Verstorbenen findet am heutigen Dienstag um 11 Uhr in der Pfarrkirche statt. Anschließend wird er auf dem Dorfener Friedhof zur letzten Ruhe gebettet.

Rubriklistenbild: © ar

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