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Gegen Lärmschutzwände, wie hier in einer Studie der Bahn, wehrt sich die Bürgerinitiative.

Bahnausbau

„An einem Strang gegen die Bahn ziehen“

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Drastischer Vergleich: Mit Lärmschutzwänden beim Bahnausbau wird Dorfen wie durch einen „Krötenzaun“ getrennt. Die Bürgerinitiative ruft zum Widerstand auf.

Dorfen – Die Bürgerinitiative „Für einen Bahnausbau ohne Mauern und Schranken“ hat eindringlich an alle Dorfener Bürger appelliert, im Kampf gegen Lärmschutzmauern und Brücken „Mitstreiter, Politiker und Entscheidungsträger zu mobilisieren“. Jetzt müssten „alle an einem Strang gegen die Bahn ziehen“, ruft Ernst Rausch zum Widerstand auf.

Kategorisch lehnt die Bürgerinitiative den Vorschlag von Dorfens Umweltreferenten Gerald Forstmaier ab, der einen halbtiefen Gleistrog als Kompromiss sieht, „Der Inhalt dieses völlig unzureichenden Vorschlags ist es, im Ein- und Auslauf des schon bekannten Minitroges von 3,5 Metern an der B 15 noch für kurze Strecken um bis zu zwei Meter abzusenken. Jeder Zentimeter, der über Geländeniveau liegen würde, ist aber zu viel. Natürlich springt die Bahn gerne auf solche Vorschläge von offizieller Seite an, weil sie durch Berücksichtigung solcher Begehren nach marginalen Veränderungen die Verhandlungsposition für darüber hinausgehende Forderungen ohne Mühen entscheidend schwächen kann“, so Rausch. Alle Möglichkeiten einer sinnvollen Stadtentwicklung durch Erschließung von Wohn- und Gewerbegebieten würden dadurch für Dorfen empfindlich eingeschränkt. Die bestehende und zukünftige Besiedelung in Dorfen Nord und Dorfen Süd wäre so, als würden Kröten durch einen Krötenzaun vom Wasser getrennt. Durch die Schallschutzmauern würden „verkehrstechnische Nadelöhre“ entstehen, die durch den Verkehr von und zur Autobahn zum absoluten Chaos führen würden.

Dass der Projektbeirat zur ABS 38, dem auch Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner angehört, das Thema nicht auf die Tagesordnung nehmen wolle, ist für Rausch „erschreckend“. Auf einen entsprechenden Vorschlag des FW-Landtagsabgeordneten Benno Zierer habe Bahnmanager Klaus-Dieter Josel geantwortet, dass der Projektbeirat keine „kleinteiligen Themen“ behandeln könne. Rausch: „Mir stellt sich die Frage: Wie gut werden die Interessen Dorfens in diesem Gremium vertreten, wenn das Thema Troglösung in Dorfen dort den Stellenwert eines ,kleinteiligen Themas‘ hat?“ Und mit einem deutlichen Seitenhiebe gegenüber Bürgermeister Grundner konstatiert Rausch: „Für mich hat es zunehmend den Anschein, als würde ein Teil unserer politischen Vertreter auf der Seite der DB-Netze am Strang ziehen“.

Bürgermeister Grundner verteidigt, dass sich der Projektbeirat nicht mit der Dorfener Troglösung befasse. Das Gremium sei „nicht für Einzelprojekte zuständig“. Den Kompromissvorschlag von Umweltreferent Forstmaier sieht Grundner „durchaus als sachtgerechte Lösung“. Dies würde auf alle Fälle eine Verbesserung der Situation bedeuten, die von der Bahn bislang vorgestellt worden sei. Die neuerliche Kritik der Bürgerinitiative hält der Bürgermeister für „wenig sachlich“. Grundners Rat an die Bürgerinitiative: „Es gilt den Ball flach zu halten. Es ist auch notwendig, zu mehr Sachlichkeit zurückkehren“.

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