Gelungener Firmenstart: Es freuen sich (v. .l.) Algasings Geschäftsführer Günter Ducke, Intakt-Geschäftsführer Martin Widera, Elektriker Sebastian Hintermaier und Praktikant Benjamin Cilsik. Foto: Weingartner

Firmengründung bei den Barmherzigen Brüdern

Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung

Für Menschen mit Behinderung ist es nicht leicht, im ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Intakt ist ein neues Integrationsunternehmen der Barmherzigen Brüder gemeinnützige Behindertenhilfe GmbH in Bayern, das genau das leistet.

Algasing – Intakt überprüft elektrische Geräte und ist in der Behinderteneinrichtung der Barmherzigen Brüder in Algasing erfolgreich gestartet. Geschäftsführer Günter Ducke erklärte im Gespräch mit der Heimatzeitung, dass in der Ordenseinrichtung natürlich die gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden. Dazu zähle auch die regelmäßige Überprüfung aller Elektrogeräte – eine zeitraubende und kostenintensive Pflichtaufgabe. Die sei nun von dem neu gegründeten Dienstleistungsunternehmen „kostengünstig“ übernommen worden.

Ein Intakt-Prüfteam besteht aus einem Elektrofachmann und einem Helfer mit Behinderung, der ein gewisses technisches Verständnis haben sollte, erklärte Intakt-Geschäftsführer Martin Widera. Künftig soll es in allen Behinderteneinrichtungen des Ordens Prüfteams geben.

Vor Ort in Algasing sind Elektrofachmann Sebastian Hintermaier sowie sein derzeitiger Praktikant und vielleicht künftiger Mitarbeiter Benjamin Cilsik in allen Bereichen der Einrichtung unterwegs. „Wir reparieren aber nichts, sondern stellen mit Messgeräten nur die elektrische Betriebssicherheit der Geräte fest, von der Nachtischlampe auf den Wohngruppen bis zum Computer in den Büros“, betonte Hintermaier. Der Helfer übernimmt dabei unter anderem Sichtprüfungen, etwa bei Anschlusskabeln oder Verlängerungen. Defekte Gerätschaften werden für den Gebrauch mechanisch gesperrt. Passt alles, gibt es ein Prüfsiegel.

Das Leistungsspektrum von Intakt umfasst Prüfdienstleistungen von Elektrogeräten im öffentlichen und berufsmäßig genutzten Räumen, insbesondere für Verwaltungen, Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, sowie für Handel und Gewerbe, erklärte Widera.

Hintermaier berichtete, dass man auch schon einen externen Auftrag bekommen habe. Für die Flüchtlingshilfe Dorfen, die Geräte in den Flüchtlingsunterkünften kontrollieren lassen wolle, sei ein Kühlschrank geprüft worden.

„Wichtig“ ist Ducke, dass mit dem Dienstleiter keine Konkurrenz zu örtlichen Elektrofirmen entstehe. Die hätten für so eine Überprüfung in der Regel keine Zeit und wären auch zu teuer, bekämen aber Aufträge, wenn es was zu reparieren oder auszutauschen gebe. Ein sehr positiver Aspekt sei natürlich, dass Intakt Menschen mit Behinderung einen unbefristeten Arbeitsplatz am ersten Arbeitsmarkt zu regulären Tarifen biete.

Hermann Weingartner

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