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Über Jahrzehnte kümmerte sich der Orden der Armen Schulschwestern in Kloster Moosen in Kinderheim und Hort um viele Kinder. Nach der Schließung des Kinderheimes gibt der Orden jetzt auch den Hort auf.

Kloster Moosen: Neuer Träger  

Arme Schulschwestern geben Hort auf

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Neuausrichtung im Kinderhort in Kloster Moosen: Ab dem neuen Schuljahr übernimmt die Stiftung Seraphisches Liebeswerk Altötting (SLW) die Trägerschaft.

Kloster MoosenDer Hort in Kloster Moosen wurde bislang vom Orden der Armen Schulschwestern geführt. Die Stiftung Seraphisches Liebeswerk betreibt bereits das Josefsheim in Wartenberg. Und will nach eigenen Angaben langfristig in Kloster Moosen neben dem Kindergarten, den es bereits seit vergangenem September führt, auch andere Betreuungsangebote etablieren. Das sei schon im vergangenen Jahr beim Abschluss des Kooperationsvertrages mit dem Provinzialat der Armen Schulschwestern festgestanden.

Nun ist klar, dass die Kongregation den Hort zum neuen Schuljahr an das SLW übergeben wird. Ordensinterne Gründe hätten die Münchner Ordensgemeinschaft dazu veranlasst, so Provinzoberin M. Monika Schmidt in ihrem Schreiben an die Hort-Eltern, „die Trägerschaft des Hortes zum 1. September 2018 abzugeben“. Damit wird auch die pädagogische Tätigkeit der Schwestern im Kloster Moosen beendet.

Derzeit ist die Hortgruppe mit 20 Kindern nahezu voll. Die Stadt Dorfen und das Jugendamt Erding sehen weiterhin einen konstanten Bedarf für die Betreuung von Schulkindern. Wie Kerstin Preißler, Pressesprecherin der SLW, mitteilt, hätten „einvernehmliche Gespräche mit den Armen Schulschwestern“ und „gute Erfahrungen seit dem Start des Kindergartens in Kloster Moosen“ ergeben, dass die Stadt die Zusammenarbeit mit der Stiftung SLW Altötting fortführen und ausbauen wolle. Dies habe Bürgermeister Heinz Grundner versichert.

Aktuell werden die Schüler im ersten Stock des Heimgebäudes betreut. Außerdem laufe die baurechtliche Prüfung für die künftigen Hort–räume im zweiten Stock des Hauses. Dafür muss noch ein Fluchtweg ertüchtigt werden.

Einig seien sich die Verantwortlichen über die Weiterentwicklung des pädagogischen Konzeptes. „Wir möchten in Kloster Moosen Schritt für Schritt ein inklusives Haus für Kinder etablieren – mit Kinderkrippe, Kindergarten, Hort und bedarfsgerechten Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe“, erläutert Martin Hagner, Gesamtleiter des Josefsheims Wartenberg und SLW-Trägervertreter, die Planungen.

Ein Anliegen ist es der Provinzökonomin Schwester M. Gabriele Lober sowie SLW-Vorstand Johannes Erbertseder, dass der Betriebsübergang des Hortes nicht über Nacht, sondern fließend und abgestimmt erfolge. In der laufenden Aufnahmephase nehme darum die aktuelle Hortleiterin Schwester M. Franziska Glogau alle Anmeldungen für das neue Schuljahr entgegen. Sie führt dann auch die Aufnahmegespräche mit den Familien.

Die Stiftung

Die Stiftung Seraphisches Liebeswerk Altötting (SLW) besteht seit 1889. Sie betreibt an sieben Standorten in Bayern Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Kindertagesstätten sowie vier staatlich anerkannte Grund-, Haupt- und Mittelschulen, davon zwei Förderzentren für emotionale und soziale Entwicklung. Am Standort Altötting unterhält das SLW ein Exerzitien- und Tagungshaus mit Jugendgästehaus. Internet: www.slw.de.

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