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Einstimmig als Sprecher wiedergewählt (v. l.): Hanna Ermann, Michael Rott und Ulli Frank-Mayer.

Jahreshauptversammlung

Aufbruchstimmung bei Dorfens Grünen

Die Grünen spüren Aufwind. Das war das Fazit bei der Jahreshauptversammlung der Dorfener Grünen. Gewählt wurde auch, wobei die Partei auf ihre bewährten Kräfte setzt.

Dorfen Fast zu klein wurde das Nebenzimmer der Taverna Sirtaki in Dorfen, als sich der Ortsverband der Grünen zu einer Hauptversammlung mit Vorstandswahl zusammenfand. Nicht nur zahlreiche Mitglieder, auch weitere interessierte Dorfener kamen der Einladung der Vorsitzenden nach, sich über die Aktivitäten des Ortsverbandes und der Grün-Alternativen Liste (GAL) im Stadtrat informieren zu lassen.

Die überraschend große Zahl der Anwesenden führte Sprecherin Hanna Ermann auf die momentan starke mediale Präsenz der Partei zurück. „Bei den Jamaika-Sondierungsgesprächen kamen die Grünen-Inhalte besser hervor, als im gesamten Wahlkampf“, urteilte Ermann. Aber auch der Hype um die beiden neuen Bundesvorsitzenden der Grünen, Annalena Barbock und Robert Habeck, könne ein Grund für den Aufwind in Dorfen sein, meinte die Sprecherin.

Nachdem zuerst diskussionswürdige Themen in den Berichten von Ermann und Ulli Frank-Mayer abgehandelt wurden, kam es zur Wahl. Hier zeigten die 14 Stimmberechtigten große Einigkeit. Als gleichberechtigte Sprecher werden, einstimmig gewählt, auch die kommenden zwei Jahre Ermann, Frank-Mayer und Michael Rott handeln. Die offene Wahl leitete Winfried Eckardt.

Großen Wahlerfolg hatte Frank-Mayer auch bei der in Ingolstadt abgehaltenen oberbayerischen Aufstellungsversammlung für die Landtagswahl. Sie belegt Platz 19 und bekam dafür großen Applaus von ihren Parteifreunden.

Breit diskutiert wurde noch über die bauliche Nutzung des Meindl-Areals. Auf zwei Drittel der 23 Hektar sollen Wohnungen gebaut werden, auf dem verbleibenden Drittel soll sich Gewerbe ansiedeln. Die Grünen haben im Stadtrat einen „wegweisenden Antrag gestellt“, erklärt Frank-Mayer. Darin fordern sie eine sozialverträgliche Wohnbebauung, was einstimmig beschlossen wurde. Nun werden verschiedene Vorschläge geprüft. Eigentümer des Meindl-Areals ist die „Etex-Holding“, die bereits einen Bebauungsplan, der allerdings keinen großen Anklang gefunden hat, vorgestellt hat. Diese Information sorgte unter den Grünen für Besorgnis. Die Versammelten befürchteten, dass sich die Stadt die kommunale Planungshoheit aus den Händen reißen lässt. Schätzungsweise 1800 Menschen könnten auf dem Gebiet wohnen, glaubt Frank-Mayer.

Fabian Holzner

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