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Mit schweren Balken wird auf dem Areal des abgebrannten Lagerhauses eine Überdachung für Fahrzeuge errichtet.

Wastl baut wieder

Aufgeben gibt’s nicht

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Einmal Wastl, immer Wastl. Das bereits zweimal niedergebrannte Gebäude von Erich Wastl an der Rosenaustraße wird erneut aufgebaut.

Dorfen – Ein landwirtschaftliches Lagerhaus wird es nicht mehr. Dem hat die Stadt durch den Erlass einer Veränderungssperre und der nachfolgenden Aufstellung eines Bebauungsplans für ein Wohnbaugebiet einen Riegel vorgeschoben. Doch für den 80-jährigen Besitzer ist das kein Grund, in Rente zu gehen. Er errichtet auf dem Areal eine Garage.

Das Lagerhaus mitten in der Stadt wurde schon immer kritisch geschehen. 2003 legte ein Brandstifter Feuer. Das Gebäude brannte samt gelagerter Düngemittel und Dieseltanks ab. Die Stadt entging knapp einer Katastrophe. Doch Wastl baute die Halle wieder auf. Zehn Jahre später brannte sie erneut nieder. Ob es wieder Brandstiftung war, konnte nie geklärt werden.

Die Stadt hatte nun endgültig genug von dem gefährlichen Lagerhaus mitten im Wohngebiet. Durch die Aufstellung eines Bebauungsplans wurde die Wiederinbetriebnahme des Lagerhausbetriebes unmöglich gemacht. In Wohngebieten dürfen jedoch Unterstellhallen für Fahrzeuge gebaut werden. Wastl hat daher eine „Notüberdachung für Kfz-Stellplätze“ beantragt. Er will sie nun für seine Traktoren und Anhänger nutzen.

Damit war die Stadt Dorfen einverstanden. Zuvor hatte sie ihm Stellplätze außerhalb der Stadt angeboten, aber die wollte Wastl nicht. Sein Wohnhaus befindet sich auf demselben Grundstück wie die Halle. An Ruhestand denkt Wastl jedenfalls nicht. „Die Sonne geht über Dorfen auf wie über Madeira“, hat er einem Reporter vor Wochen gesagt.

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