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Blumen zum letzten Schultag: Brigitte Weithas wurde (v. l.) von Rektor Gerhard Maintok, Schulrat Robert Leitner und Vizebürgermeister Günter Drobilitsch in den Ruhestand verabschiedet.

abschied von Brigitte Weithas

„Aufopferungsvoll bis zur Selbstaufgabe“

Sie war „engagiert, pädagogisch hoch wirksam“ und von „kollegialer und äußerst verlässlicher Art“. Diese Attribute hat Schulrat Robert Leiter bei der Verabschiedung von Brigitte Weithas aufgelistet. Mehr als 40 Jahre war die Dorfenerin als Lehrerin in Dorfen tätig.

Von Birgit Lang

Dorfen – Schulrat Leiter erinnerte bei der Verabschiedung an die Lehramtsanwärterzeit von Weithas in Dorfen. Danach, von 1977 bis 1987, arbeitete sie an der Grundschule in Schwindkirchen und von 1987 bis Juli 2017, also 30 Jahre, an der Grundschule Dorfen-Nord. Weithas sei nicht nur engagiert gewesen, sondern leistungsfähig und -bereit, „aufopferungsvoll bis zur Selbstaufgabe, ohne dabei auch nur den Hauch eines Leidensgefühls von sich zu geben, um anderen nicht zur Last zu fallen“. Schulleiter Gerhard Maintok habe sie als Betreuungslehrerin das grundlegende Handwerkszeug, „vor allem pedantisches Planen und Arbeiten“ beigebracht, führte Leiter weiter aus und betonte: Weithas war eine „wichtige Stütze für die Schule“ und werde nicht leicht zu ersetzen sein.

Sehr persönlich war die Ansprache von ihrem langjährigen Weggefährten Maintok. Er listete die geschichtlichen Daten auf und gab Persönliches zum Besten. So zog die gebürtige Nürnbergerin nach ihrer Heirat 1973 nach Garching und nahm im gleichen Jahr ihr Pädagogikstudium in München auf. 1983 habe sie das Vergnügen gehabt, ihm als „Grünschnabel das Einmaleins des Unterrichtens beizubringen“. Dabei habe sie ihn nicht „zugetextet, sondern in den passenden Momenten das Richtige gesagt und als Vorbild gelebt“. Ohne ihre „kontinuierlichen Verbesserungsvorschläge“ würde er jetzt nicht hier stehen, dankte ihr Maintok. Ihr Pflichtbewusstsein und Verantwortungsgefühl seien enorm hoch gewesen. „manchmal zu hoch“, meinte er, zum Wohle ihrer Klassen habe sie „Raubbau an der eigenen Gesundheit begangen“.

Weithas ist nicht nur Mutter von zwei Söhnen, sondern auch äußerst Kultur interessiert. Bei Lehrerausflügen sei sie der „Garant“ für die kulturelle Note“ gewesen, erklärte der Rektor. Deshalb schenkte Maintok ihr neben einem Erinnerungsbuch ihrer Kollegen zum Abschied die Teilnahme beim Lehrerausflug 2018 mit Essen und dem Besuch einer Veranstaltung im Jakobmayer. Blumensträuße erhielt Weithas auch von Vizebürgermeister Jürgen Drobilitsch, der die Grüße der Stadt überbrachte, und von Schulrat Leiter, der auch noch ein Landkreisbuch für sie dabei hatte. Vor den offiziellen Ansprachen bereiteten ihr ihre Schüler noch einen kunterbunten Abschied mit verschiedenen Aufführungen und Darbietungen.

„Ich bin immer gern in die Schule gegangen“ und habe „immer gerne mit Kindern gearbeitet“, sagte die künftige Pensionärin. Neugierig sei sie auf die kommende Zeit. Ihren Kollegen dankte Weithas für ihre Kollegialität. „Ich habe mich hier immer wohl gefühlt und denke gerne zurück“, resümierte sie.

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