Coronavirus in Europa: Österreich stellt Zugverkehr nach Italien ein

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(BE)MERKENSWERTES DER WOCHE

Augen zu und durch

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An die 20.000 Fahrzeug drängen sich täglich durch Dorfen. Die Verkehrsbelastung wird immer unerträglicher. Aber die Politik sieht wenig Anlass zum Handeln. Das Dilemma mit der B 15 kommentiert Redakteur Anton Renner. 

Mit dem Verkehr auf der B 15 in Dorfen ist es wie mit der Krätze: Das Problem wird man durch ein bisschen Kosmetik nicht los. So wie es beim juckenden Hautausschlag sorgfältiger Körperhygiene bedarf, um ihn loszuwerden, so bedarf es beim drohenden Verkehrsinfarkt durch die B 15 in Dorfen einschneidender Maßnahmen. 

Was bei der A 94 versäumt wurde, wurde und wird auch bei der B 15 versäumt. Es gibt keinen Plan B im Rathaus. Der Bau einer Ortsumfahrung gilt als nicht durchsetzbar, der Ausbau der bestehenden B 15 mit einer Neutrassierung um Dorfen herum wird abgelehnt. Die (letzte) Hoffnung ruht sei vielen Jahren auf dem Neubau der B 15 auf der raumgeordneten Trasse im Kreis Mühldorf. Doch kaum zu glauben: Die Mühldorfer wollen die Bundesstraße auch nicht. Und ihr politischer Einfluss auf die Staatsregierung ist offenbar deutlich größer als der aus dem Kreis Erding. Und so passiert seit Jahren gar nichts – frei nach der Devise Augen zu und durch. 

Ausbaden können dies die Anwohner an der B 15, die Dorfener im allgemeinen und natürlich auch die Autofahrer, die durch Dorfen fahren. Es ist längst überfällig, dass die Stadt hier handelt. Als erstes muss dringend Druck auf die Staatsregierung ausgeübt werden, das Thema B 15 endlich wieder auf die Agenda zu nehmen. Dazu bedarf es auch aktueller, belastbarer Fakten. Daher ist der Vorstoß der CSU-Fraktion richtig, ein neues Gutachten über Emissions- und Immissionsbelastung zu fordern. Paralell dazu muss aber auch das Thema Ortsumfahrung wieder in die Tagespolitik. 

2010 hatte die ÜWG alle Gruppierungen aufgerufen, sich gemeinsam dieses Themas anzunehmen. Der Ruf ist verhallt. Nur zu allem Nein zu sagen, hat nichts mit verantwortlicher Politik zu tun. Es ist überfällig, dass Dorfen Bundes- und Landespolitikern klar macht, dass man nicht länger auf den St. Nimmerleinstag warten will.

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