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Diese Monsterbrücke über die Gleise lehnen Bürger und Politik ab. Die Gleise sollen tiefergelegt werden.

Hängepartie in Wasentegernbach

Brücke: Bahn hat weiter keinen Plan

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Wie ihr Bahnübergang nach dem Bahnausbau aussehen wird, das wissen die Wasentegernbacher immer noch nicht. Fest steht jetzt nur, wie breit dieser Abschnitt der Kreisstraße ED 25 in diesem Bereich ausfallen wird – nämlich elf Meter.

Wasentegernbach - Matthias Huber von der Kreisverwaltung erklärte im Strukturausschuss des Kreistags, dass die Fahrbahnbreite an sich 6,50 Meter betragen müsse. Egal, wie die Überführung des Gleises ausfallen wird, bleibt der Fahrweg aber sechs Meter breit. Mehr ist wegen der Bebauung beidseits der Gleise nicht drin, so Huber. Die Gehwege sollen 2,50 Meter Breite messen, für Fußgänger nutzbar sein werden 1,80 Meter.

Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) wies darauf hin, dass damit nichts über das Aussehen der Brücke gesagt sei. Wie mehrfach berichtet, sieht die Bahn eine sieben Meter hohe Brücke mit großen Auffahrtsdämmen und hohen Lärmschutzwänden vor.

Gleise sollen tiefergelegt werden

Dagegen laufen nicht nur die Wasentegernbacher Sturm, auch die Stadt Dorfen und der Landkreis sind strikt dagegen und unternehmen alles, um dieses „Monstrum“ zu verhindern.

Das betonte in der Sitzung einmal mehr der Dorfener Bürgermeister Heinz Grundner (CSU). Er wiederholte die Forderung der Region, die (dann zwei) Gleise tiefer zu legen. Andernfalls würde der Ortskern regelrecht zerschnitten. Der Landkreis ist nach wie vor bereit, unabhängig von der Höhe ein Drittel der Kosten zu übernehmen. Die anderen beiden müssen der Freistaat und der Bund übernehmen. Dabei ist dem Landkreis klar, dass er einen Blankoscheck unterschrieben hat, um den Wasentegernbacher die Riesenbrücke zu ersparen.

Plötzlich scheint keine Eile mehr zu bestehen

Vor einem Jahr hatte ein Bahn-Vertreter bei einer Verkehrsausschusssitzung in Isen erklärt, die Entscheidung eile. Von nur noch wenigen Wochen Zeit für eine Entscheidung war die Rede. In der Sitzung am Mittwoch wurde indes bekannt, dass es nach wie vor keinen Zeitplan gibt. Laut DB Netz AG sind die „Variantenuntersuchungen noch nicht abgeschlossen“, wie Huber zitierte. Der Landkreis hat seine Aufgaben erst einmal erledigt.

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