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Geballte Wut: Mitte Juni 2015 demonstrierten Dorfbewohner gegen das hohe Sicherheitsrisiko durch die veraltete Technik.

Vollautomatische Schrankenanlage 

Bahnübergang Wasentegernbach wird endlich sicher

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Der gefährliche Bahnübergang in Wasentegernbach wird bald modernisiert.

Wasentegernbach/Berlin –Die Genehmigung für die Maßnahme mit Einbau einer vollautomatischen Schrankenanlage liegt jetzt vor. Dies hat die Deutsche Bahn dem CSU-Bundestagsabgeordnetem Andreas Lenz auf Nachfrage mitgeteilt.

2015 waren in Wasentegernbach innerhalb weniger Wochen sechs Mal Züge mit über 100 Stundenkilometer durch den Bahnübergang mitten im Ort bei geöffneten Schranken durchgerauscht. Nur um Haaresbreite war eine Autofahrerin damals Mitte März einer Katastrophe entgangen. Nur Dank einer Spaziergängerin, die die offenen Schranken und den herannahenden Zug bemerkte und daraufhin wild gestikulierte, hielt die Autofahrerin rechtzeitig an.

Die Wasentegernbacher Bürger gingen daraufhin auf die Barrikaden und machten der Bahn massiven Druck. Sie sorgten sich um ihre Gesundheit und ihr Leben. Es genügte ihnen nicht, dass der Schrankenwärter entlassenworden war. Auch die Politik schaltete sich ein und forderte sowohl kurzfristig wirksame Sicherungsmaßnahmen als auch eine grundlegende Modernisierung des Bahnübergangs. Die Bahn sagte dies schließlich zu.

Der Bundestagsabgeordnete Lenz hatte sich für eine möglichst zeitnahe Umsetzung der Maßnahme eingesetzt. Derzeit werden die Ausschreibung der Bauleistungen sowie der Bauausführung organisiert. Zudem sei für den Umbau des Bahnübergangs neben der Vollsperrung der Straße auch eine so genannte Sperrpause für die Schiene erforderlich, was aufgrund der Eingleisigkeit der Strecke nicht einfach sei. „Bei der Bahn geht man aber davon aus, dass die Maßnahme planmäßig in den nächsten Monaten umgesetzt werden kann“, so Lenz. „Es ist gut und wichtig, dass der Umbau des Bahnübergangs auf den heutigen Stand der Technik zeitnah erfolgt. Alles andere wäre unverantwortlich.“ 

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