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Die Arbeiten haben begonnen: Trotz Grundstücksstreit wird am Bahnübergang Wasentegernbach an der neuen Sicherungsanlage bereits gebaut.

Umbau beginnt

Bahnübergang Wasentegernbach wird sicher

An der vollautomatischen Sicherungstechnik der Schrankenanlage am Bahnübergang Wasentegernbach auf der Strecke München - Mühldorf wird gebaut. Ein notwendiger Grunderwerb hat die Maßnahme verzögert aber doch nicht verhindert.

Von Hermann Weingartner

Wasentegernbach – Um die neue Sicherungstechnik am Bahnübergang bauen zu können, braucht die Deutsche Bahn zusätzlich 44 Quadratmeter Privatgrund direkt am Bahnübergang, weil davor auf einer Länge von etwa 25 Metern die Straße auf 6,5 Meter verbreitert werden muss. Damit verschiebt sich auch der Bürgersteig in Privatgrund. Der Eigentümer hat nach eigenen Angaben nichts gegen den Bau der Sicherungstechnik. Dass die Stadt aber „als dritter Eigentümer“ für sein Grundstück eingetragen werden soll, lehnt er strikt ab.

Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) war beauftragt, mit dem Eigentümer über den Grundstückserwerb zu reden. Er habe in der Sache aber nichts erreichen können, sagte er unserer Zeitung. „Das wird die Maßnahme aber nicht verzögern.“ Als letzte Lösung werde es zu einer Besitzeinweisung kommen, schließlich handle es sich bei der Maßnahme um eine wesentliche Verbesserung der Sicherheit an dem Bahnübergang. Aufgrund der alten Technik und den Vorkommnissen hatte sich die DB entschlossen den Bahnübergang mit einer elektronischen, vollautomatischen Schrankenanlage für rund 1,3 Millionen Euro aufzurüsten.

An dem Bahnübergang werden die Schranken noch von einem Bahnwärter vor Ort bedient. Dort war es in den letzten Jahren vorgekommen, dass Züge in voller Fahrt bei geöffneten Schranken durchgefahren sind. Auch daher hatte sich die DB wohl entschlossen den Bahnübergang mit einer modernen Sicherungstechnik auszustatten. Es besteht Baurecht und die Arbeiten wurden inzwischen aufgenommen.

Zum Grundstücksstreit könne man sich nicht äußern, weil ein schwebendes Verfahren anhängig sei, sagte ein Sprecher der DB auf Nachfrage der Heimatzeitung. Der Bahnübergang werde dennoch bis Ende November umgebaut werden. Dabei wird die Fahrbahn (ED 25) am Bahnübergang und der straßenbegleitende Gehweg angepasst. Die Bahnübergangssicherungsanlage wird erneuert und der vorhandene Bahnsteig sowie der Altbestand am früheren Bahnhof Wasentegernbach rückgebaut. Um den Zugverkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, können einige der Arbeiten nur in den nächtlichen Zugpausen durchgeführt werden, erklärte der Bahnsprecher. Außerdem werde die Sperrung der Durchgangsstraße (ED 25) immer wieder notwendig.

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