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Erste Arbeiten für den neuen Bahnübergang bei Lappach haben begonnen. „Die Brücke wird ein Monster“, befürchtet der Sprecher der Bürgerinitiative für einen Bahnausbau ohne Mauern und Schranken, Georg Brandhuber.

Bahnstrecke München – Mühldorf

Der Bau der ersten Brücken beginnt

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Startschuss für den zweigleisigen Bahnausbau: Die Berger Bau GmbH aus Passau hat mit ersten Arbeiten für die Beseitigung der höhengleichen Bahnübergänge (BÜ) Lappach und Pfaffing sowie Moosschuster auf der Strecke München – Mühldorf begonnen.

Von Hermann Weingartner

Dorfen – Den Baubeginn bestätigte gestern ein Sprecher der Deutschen Bahn AG auf Nachfrage der Heimatzeitung. Die Projekte lösen bei der Stadt Beteiligungszahlungen bis zu rund 2,6 Millionen Euro aus. Noch heuer sollen die beiden Straßenüberführungen im Raum Dorfen über die ABS 38 fertiggestellt sein. Die Bahnübergänge Moosschuster östlich von Dorfen, sowie Pfaffing und Lappach westlich der Stadt werden ersetzt durch zwei neue Straßenüberführungen. Der zweigleisige Bahnausbau und die Elektrifizierung der Gesamtstrecke werden planerisch berücksichtigt. Für diese Maßnahmen besteht Baurecht, da sie „schon vor längerer Zeit planfestgestellt und genehmigt“ sind. Das Investitionsvolumen für beide Bauwerke beziffert die DB auf rund 7,9 Millionen Euro. „Die Fertigstellung ist für Ende 2017 geplant. Restarbeiten im Straßenbau sind bis Frühjahr 2018 vorgesehen.“

Der DB-Sprecher betonte: „Die Baustellen gehören formal nicht zum Großprojekt Ausbaustrecke ABS 38, sondern werden als vorgezogene Maßnahmen realisiert und gemäß dem Eisenbahnkreuzungsgesetz finanziert. Dabei gilt für die Kostenteilung eine Drittelregelung zwischen Bahn, Bund und dem jeweiligen Straßenbaulastträger.“ Das ist hier die Stadt Dorfen, weil es sich bei den Bahnkreuzungen um Gemeindeverbindungsstraßen handelt.

Der Ausbau an dieser Stelle wird die Variantenauswahl in Dorfen nicht beeinflussen, so die Bahn. Der Abstand zwischen den neuen Straßenüberführungen und dem Stadtgebiet/Bahnhof Dorfen sei so groß, dass weiter alle Ausbauoptionen bis zum Bahntunnel „theoretisch möglich“ bleiben. Allerdings gelte nach wie vor: „Für mögliche Ergänzungen zur Vorplanung der DB, wie weitere Tieflagen, die über eine wirtschaftlich-funktionale Lösung hinausgehen, muss sich ein Co-Finanzier finden.“

Der Sprecher der Bürgerinitiative für einen Bahnausbau ohne Mauern und Schranken, Georg Brandhuber, schätzt die Gesamtkosten auf rund 6,8 Millionen Euro (DB 7,9 Mio. Euro). Bei der Lappach-Bahnbrücke werde man sehen, wie nach der A 94 nun auch die Bahn das Isental weiter verunstalte, ist sich Brandhuber sicher: „Die Brücken werden Monster.“ Er äußerte gegenüber unserer Zeitung erneut auch harsche Kritik an der Stadt und besonders an Bürgermeister Heinz Grundner, denen er „Untätigkeit“ und „Bahnhörigkeit“ vorwirft im Kampf für einen Tunnel oder zumindest tiefere Troglösung für Dorfen. Brandhuber beklagt, Stadt und Bürgermeister hätten beim BÜ Lappach Widerspruchsfristen versäumt und so dann keine Möglichkeiten mehr, Einspruch gegen die Planung zu erheben. Der BI-Sprecher ist überzeugt, dass auch eine Troglösung bis in den Bereich Lappach möglich gewesen wäre. Das wäre billiger, denn es bräuchte jetzt die Millionen teure Bahnbrücke nicht, die zudem das Isental verschandle.

Der Stadtrat hat sich mit der Planfeststellung des BÜ Lappach schon mehrfach beschäftigt. Weil das Bauwerk keinen Einfluss auf einen möglichen Trog oder Tunnel im Stadtbereich habe, wurde das Thema nicht weiter verfolgt. Bürgermeister Grundner hatte schon mehrfach die Vorwürfe Brandhubers gegen seine Person und die Stadtverwaltung als „unzutreffend“ zurückgewiesen.

Der BÜ Lappach verschwindet ganz, denn es wird rund 200 Meter westlich ein neuer gebaut. Der wird mit einer ganz neuen Straße erschlossen, die auf dem Höhenrücken von der St 2086 nördlich abzweigt, über die Bahnstrecke führt und dann rund 700 Meter weiter wieder auf die alte Gemeindeverbindungsstraße Oberdorfen-Lappach trifft.

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