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Bauherren müssen mehr günstigen Wohnraum anbieten

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Dorfen ist im Wandel. Der Druck durch den Zuzug ist hoch, die Stadt wächst. Das ist eine Herausforderung - und Chance. Der Kommentar zum Wochenende.

Die Weichenstellung für die Zukunft ist klar: Dorfen nimmt die Herausforderungen des Wachstums an und will eine moderne, dennoch möglichst beschauliche Stadt bleiben. Was auf den ersten Blick wie ein Widerspruch klingt, ist durchaus zu meistern. Denn Zuzug ist per se nichts Negatives. Schließlich kann Dorfen eine Vielzahl seiner Pflicht- und freiwilligen Aufgaben nur wegen des hohen Einkommensteueranteils finanzieren. Und mit jedem in einer Beschäftigung stehenden Bürger mehr steigt für die Stadt auch der Anteil an den Steuereinnahmen. Wichtig ist nur, darauf zu achten, dass die Entwicklung behutsam erfolgt. Aber die Gefahr, dass Dorfen zum zweiten Neuperlach werden wird, ist ohnehin nicht gegeben.

Neben dem Bemühen, dass die Stadt ihr Gesicht nicht zu sehr verändert, steht im Vordergrund, dass die Baulandpreise nicht noch weiter explodieren. Hier muss der Stadtrat den Mut aufbringen, mit entsprechenden Maßnahmen, etwa dem Instrument der Sozialgerechten Bodennutzung (SoBon) gegenzusteuern. Das ist eine Vorgabe der Stadt, mit der sie Investoren als Ausgleich für ihre Profite durch neues Baurecht einen Beitrag für neue Straßen, Schulen, Kitas und Grünflächen abknöpft.

Die Bauherren müssen zudem vertraglich zusichern, einen fixen Anteil preisgünstiger Wohnungen anzubieten.

SoBon muss ja nicht auf jedes private Bauvorhaben angewendet werden. Aber vor allem bei großen Baugebieten wie dem ehemaligen Ziegelei-Meindl-Areal darf sich die Stadt nicht in Bescheidenheit ergeben. Dort soll aus dem bisherigen Gewerbegebiet ein Wohngebiet für bis zu 1800 Menschen entstehen.

Der Profit für den Investor ist ein enormer. Hier ist es durchaus angemessen, abzuschöpfen. Und zwar deutlich über die 30 Prozent hinaus, die von der Stadt bisher im Einheimischenmodell abgegriffen wurden. Noch wird die Sozialgerechte Bodennutzung in Dorfen nur diskutiert. Es ist an der Zeit, dass der Stadtrat endlich dazu das Paket schnürt.

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