+
Das neue Baugebiet entsteht am westlichen Ortseingang Hampersdorfs. 

Neubaugebiet Hampersdorf West

„Bausünde“: Häuser ohne Dachgauben

  • schließen

Mit einigen Änderungen hat der Bauausschuss des Stadtrates den Entwurf des Bebauungsplans Hampersdorf West gebilligt und erneut ins Verfahren gegeben. Bis zu 30 Wohneinheiten entstehen dort am Ortsrand.

Dorfen – Bei der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung sind zahlreiche Stellungnahmen eingegangen. Die gewichtigsten kommen vom Landratsamt. Die Unteren Naturschutzbehörde hat unter anderem gefordert, auf die Bebauung der Parzelle eins am östlichen Rand des Baugebiets zu verzichten. Diese würde sich von der restlichen, kompakten Bebauung absetzen. Dadurch sei ein erforderlicher räumlicher Abstand zu der biotopkartierten Quellmulde mit Sumpfwald nicht mehr gewährleistet.

Der Bauausschuss ist dem nur bedingt nachgekommen. Beschlossen wurde, die dortige Erschließungsstraße zu verlegen. Dadurch werde durch die anschließende Bebauung Richtung Westen ein stärkerer städtebaulicher Verbund mit Parzelle eins hergestellt. Das Gebäudevolumen der Parzelle wird reduziert und nur eine Wohneinheit zugelassen.

Die Kreisbehörde hat auch bemängelt, dass mehrere der geplanten Gebäude ganz oder teilweise außerhalb des Flächennutzungsplanes lägen. Der Bauausschuss sieht darin kein Problem. Der Umgriff des Bebauungsplanes überschreite die als Wohnbaufläche vorgesehenen Bereiche nur in geringfügigem Maß in Richtung Norden mit privaten Grundstücksflächen und Flächen für die Ortsrandbegrünung. Die Flächennutzungsplandarstellung sei nicht parzellenscharf. „Unerhebliche Überschreitungen der ohnehin nicht parzellenscharf abgrenzbaren Flächennutzungsplanfläche sind vernachlässigbar“, heißt es in der Begründung.

Zu einer längeren Diskussion kam es wegen des Antrags von Landlisten-Fraktionssprecher Martin Heilmeier. Er beantragte, in dem Baugebiet den Ausbau der Dachgeschosse und -gauben zuzulassen. Dadurch könne „flächensparend Wohnraum geschaffen werden“. Werde dies nicht gemacht, sei dies eine „Bausünde“, konstatierte Heilmeier und beantragte dazu, zu prüfen, ob eine Erhöhung des Kniestocks um einen Meter möglich sei. Auch Vizebürgermeister Günther Drobilitsch sprach sich für Dachgauben zur Schaffung „attraktiver Wohnflächen“ aus. Gegen die Stimme von Bürgermeister Heinz Grundner wurde Heilmeiers Antrag angenommen. Der Stadtplaner prüft jetzt, ob aufgrund höherer Wandhöhen und dadurch größerer Abstandsflächen Häuser wegfallen müssten.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Biker übersteht Unfall mit Schürfwunden
Dieser Unfall hätte schlimmer ausgehen können. Ein Skoda-Fahrer übersah ein Motorrad. Der Biker wurde allerdings nicht schwer verletzt. 
Biker übersteht Unfall mit Schürfwunden
Ausgrabungen abgeschlossen
Wochenlang haben Archäologen in der Stadt Dorfen auf dem Grundstück des abgerissenen Rathauses nach Siedlungsspuren gegraben. Die archäologischen Untersuchungen sind …
Ausgrabungen abgeschlossen
Auf dem Besinnungsweg durch Hainsacker
Mit zwei voll besetzten Kleinbussen sind die Wanderfreunde Himolla von Taufkirchen aus zum internationalen Wandertag nach Hainsacker gefahren.
Auf dem Besinnungsweg durch Hainsacker
So kinderleicht macht man Butter selbst
Einen Tag in der Natur erlebten die Kinder beim Forsterner Ferienprogramm. Sie erkundeten die Tier- und Pflanzenwelt und lernten, wie einfach mal Butter selbst machen …
So kinderleicht macht man Butter selbst

Kommentare