Redakteur Anton Renner

(BE)MERKENSWERTES DER WOCHE

Beim Volksfest zählt vor allem das Diridari

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Die Volksfestausschreibung der Stadt ist offenbar löchrig wie ein Schweizer Käse. Zeit das zu ändern, meint Redakteur Anton Renner in seinem Wochenkommentar.

Pech, Oberkaka, Oha, Lachheim. All das sind Orte, die es in Deutschland gibt. Die Ortsnamen stehen irgendwie auch für die ganze „Gaudi“, die um die Vergabe des Dorfener Volksfestes 2020 entstanden ist. Denn das akkurat mit einem Landshuter Dult-Wirt ein Auswärtiger Dorfener Festwirt wird, damit hat offenbar niemand gerechnet – am wenigstens wohl der Landshuter Wirt selbst. Doch nun ist es so, wie es ist, die ProstMahlzeit-Wirte müssen nach 15 Jahren abzapfen. Und das, obwohl sie das Volksfest wieder so nach oben gebracht haben, dass die Veranstaltung der Stadt diesen Namen auch wieder verdient. Doch wie in so vielen Bereichen im Leben, zählt auch beim Volksfest halt vor allem das Diridari. Oder anders gesagt: Ohne Moos nix los.

Viele Fragen aufgetaucht

So weit, so ungut. Denn mittlerweile sind „viele Fragen aufgetaucht“, wie Bürgermeister Heinz Grundner das nennt. Im Klartext: Die Ausschreibung für das Dorfener Volksfest ist wohl so formuliert, dass es keines Rechtsverdrehers bedarf, um das Werk an sich anzufechten und damit nicht nur gute alte Gewohnheiten, sondern auch Verträge kippen zu können. So wäre es eben möglich, dass der Festwirt aus Hinterhuglhapfing und das Festbier aus Buxtehude kommt. Ob’s den Dorfener Bürgern passt oder nicht.

Will die Stadt das verhindern, muss die Ausschreibung rechtssicher werden. Darin eingearbeitet werden sollte auch, wie die ESC-Halle auszustatten ist, damit sie einigermaßen zur Festhalle wird. Denn viel von dem, was an liebevoller Dekoration in der Halle steht, ist Eigentum der ProstMahlzeit-Festwirte. Eine Verpflichtung für den Festwirt, die Halle zu schmücken, gibt es bisher nicht.

Hier der Bericht zum Kommentar.

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