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Einen guten Tropfen zum Dank hat Heimfürsprecher Franz Aigner (r.) von Marienstift-Leiterin Marion Prey und Bürgermeister Heinz Grundner erhalten.

Bericht über ehrenamtliche Tätigkeit von Franz Aigner 

„Man bekommt eine gewisse Demut“

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Seit zehn Jahren ist er Bindeglied zwischen Heimbewohnern, deren Angehörigen und dem Marienstift. Franz Aigner (77) ist Heimführsprecher im städtischen Altenheim. Im Heimbeirat des Stadtrates hat Aigner einen Überblick über seine Tätigkeit gegeben.

Dorfen– Jeden Dienstagvormittag ist der ehemalige Dorfener Stadtrat im Marienstift. „Das ist keine Alibifunktion“, betonte Aigner. Er gehe durchs Haus, spreche mit Bewohnern, aber auch mit Mitarbeitern, Pflegedienst- und Heimleitung. In dem Jahrzehnt seiner ehrenamtlichen Tätigkeit, für die er vom Landratsamt bestellt ist, gab es „nur ganz wenige kleinere Differenzen“, sagte Aigner. Und die hätten alle hausintern gelöst werden können.

Dem Marienstift stellt er ein ausgezeichnetes Zeugnis aus. „Es ist ein gutes Haus mit einer guten Pflegedienst- und Heimleitung und ganz engagierten Mitarbeitern.“ Er sei begeistert, dass alles dafür getan werde, dass sich die Heimbewohner wohl fühlten. „Das war in früheren Zeiten, unter einer anderen Heimleitung, schon mal anders“, erinnerte er an eine Zeit, als es große Probleme gegeben hatte. Doch das sei Vergangenheit. Unter der jetzigen Leitung habe das Marienstift einen hervorragenden Ruf erlangt.

Aigner zeigte auch eine andere Seite seiner Tätigkeit auf. Seit über 50 Jahren lebt er jetzt in Dorfen. Er habe in dieser Zeit viele Leute kennen gelernt, „die waren alle agil und gesund“. Heute trifft Aigner immer mehr von den Bekannten als Bewohner im Marienstift, weil sie pflegebedürftig geworden sind. Nicht selten seien diese schwer erkrankt. „Wenn ich nach meinem Rundgang im Heim nach Hause gehe, denke ich mir jedes Mal: Herrgott, was bin ich für ein glücklicher Mensch, ich kann aus dem Marienstift wieder selber rausgehen. Wenn man hier regelmäßig ist, bekommt man eine gewisse Demut.“

Die Stadt rief Aigner dazu auf, daran festzuhalten, dass es keine Katastrophe sei, wenn das Haus nicht kostendeckend arbeiten würde. „Zum Wohle unserer alten Leute dürfen 50 000 oder 60 000 Euro Defizit im Jahr keine Rolle spielen.“

Bürgermeister Heinz Grundner und Marienstift-Leiterin Marion Prey dankten Aigner unter großem Beifall für sein Engagement. Sie überreichten ihm als Zeichen der Anerkennung ein kleines Geschenk. ANTON RENNER

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