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Mehr Besucher in die Stadt bringen will Citymanager Markus Jocher durch kluges Stadtmarketing. 

Stadtmarketing

Bessere Werbung für Dorfens schöne Seiten

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Es sind vergleichsweise kleine Aktionen, mit denen seit 2015 versucht wird, mit einem städtebaulichen Entwicklungskonzept die Dorfener Innenstadt zu beleben. Als größte Maßnahme bisher wurde im Frühjahr ein freies WLAN-Netz installiert. Aber auch Ruhebänke wurden aufgestellt, graue Stromverteilerkästen mit Graffitis bunt besprüht. Doch reichen solche Maßnahmen, um Dorfen für Besucher attraktiver zu machen?

Dorfen – Der von der Stadt beauftrage Citymanager Markus Jocher vom Münchner Beratungs- und Managementunternehmen CIMA meint: ja. Jocher hat im Stadtrat einen Bericht über umgesetzte Maßnahmen und laufende Projekte gegeben. Der Quartiersmanager, der für mehrere Städte tätig und für Dorfen wöchentlich 14 Stunden im Einsatz ist, zeichnete ein positives Bild der Maßnahmen, die er in Zusammenarbeit mit dem Lenkungsrat und dem Förderkreis vorweisen könne. So sei Dorfen durch das öffentliche WLAN-Netz zur „digitalen Stadt“ geworden. Mit Hilfe von Vorträgen, Online-Checks von Geschäften und Workshops werde versucht, die Sichtbarkeit der Unternehmen im Internet zu verbessern. Ziel sei es, einen Online-Marktplatz oder eine gemeinsame Online-Plattform in Dorfen zu schaffen.

Attraktivere Warenmärkte

Aber nicht nur im Internet soll Dorfen attraktiver werden. Durch neue Konzepte seien die Warenmärkte aufgewertet worden und daher auch besser besucht. Auch neue Ruhezonen mit Parkbänken seien geschaffen worden. Gerade in der Umsetzung ist laut Jocher das Projekt „Innenstadtgestaltung“, in dessen Rahmen auch Beschilderungen an historischen Stätten und Sehenswürdigkeiten angebracht werden sollen. Informationen darüber soll es auch auf einer Homepage geben, die vom Arbeitskreis „Historisches Dorfen“ gestaltet werde. Durch eine Park- und Fußgängerbeschilderung soll die „Besucherfreundlichkeit der Stadt“ verbessert werden. Auch eine Umgestaltung und Aufwertung des Stadtparks stehe an.

Stadt soll fahrradfreundlich werden

Dorfen müsse auch zur fahrradfreundlichen Stadt werden, da das Fahrradfahren mit E-Bikes oder Pedelecs immer mehr zunehme, machte Jocher deutlich. Um diese Entwicklung zu unterstützen, sollen im Stadtbereich E-Bike-Ladestationen installiert werden.

Für sehr wichtig hält Jocher auch ein Marketingkonzept für Dorfen. In einem ersten Schritt sei geplant, das Erscheinungsbild der Märkte zu überarbeiten. Dann sollen die Konzepte auf den Prüfstand und gemeinsam mit den Fieranten und den Innenstadtbetrieben erneuert werden. „Mit der Stärkung der Märkte soll ein wichtiger Baustein der innerstädtischen Attraktivität sein Potenzial noch besser zur Entfaltung bringen und die Bedeutung als urbanes Zentrum Dorfens mit hoher Aufenthaltsqualität untermauern“, so Jocher. Als Beispiel nannte der Fachmann hier die Bewerbung von Märkten. Nicht die Verkehrssperren anlässlich der Märkte sollten im Mittelpunkt der städtischen Ankündigungen stehen, sondern die Angebote, die es gebe. Gesteigert werden soll auch der Bekanntheitsgrad des Grünen Markts am Freitag in der Innenstadt. Dadurch würde auch die Besucherfrequenz zunehmen.

60.000 Euro fürs Marketing

Insgesamt sollen nach Jochers Plänen bis 2020 etwa 60 000 Euro in das Stadtmarketing fließen. Die Hälfte davon soll aus privaten Mitteln kommen, etwa durch Sponsoren und die Aktion „Stadtschweine“. Die andere Hälfte wird durch staatliche Mittel aus dem Förderprogramm bezahlt.

Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) sagte, Jocher habe viele Ideen aufgezeigt, „insgesamt sind wir auf einem guten Weg“. Landlisten-Sprecher Martin Heilmaier sieht insbesondere in der Neugestaltung der Märkte Chancen, „dass in die Stadt mehr Schwung reinkommt“. Für CSU-Fraktionssprecher Michael Oberhofer ist das Stadtmarketing nicht optimal. Er sagte, es müsse „eine Spur innovativer“ sein. Oberhofer verwies hier als äußerst positives Beispiel auf den Kulturpark Tonwerk. „Da sieht man, was herauskommt, wenn die richtigen Leute etwas in die Hand nehmen.“

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