Bestnoten für das Marienstift

Dorfen - Nach einer Prüfung gibt es Bestnoten für den ambulanten Pflegedienst des städtischen Altenheims Marienstift Dorfen. Auch der Wirtschaftsplan zeigt erfreuliche Tendenz vor dem Jahresabschluss.

Im Heimausschuss des Dorfener Stadtrates präsentiere Heimleiterin Marion Prey aktuelle Zahlen aus dem „betriebswirtschaftlichen Dreivierteljahresbericht“ des Marienstifts und dem Prüfungsbericht des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK). „Es schaut ganz gut aus“ in der stadteigenen Seniorenbetreuungseinrichtung. So fasste Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) die Entwicklung zusammen.

Statt dem im laufenden Wirtschaftsplan noch eingeplanten Minus, sei man „derzeit mit etwa 30 000 Euro im Plus“, sagte Prey. „Es ist aber noch nicht alles abgerechnet.“ Zum Jahresende werde ein „kleines Plus von rund 10 000 Euro“ erwartet. Ende Februar 2017 laufen die Pflegesätze aus und müssen neu verhandelt werden, kündigte Prey an. Es sei zu erwarten, dass die „etwas höher“ sein werden. Der Pflegekostenanteil der Bewohner sei derzeit 25,99 Euro täglich und insgesamt, je nach Zimmer, 53 bis 55 Euro.

Am 1. Januar tritt das neue Pflegestärkungsgesetz II in Kraft, berichtete Prey. Statt drei Pflegestufen gibt es dann fünf Pflegegrade. Mit dem neuen Begutachtungssystem soll der Grad der Selbstständigkeit der pflegebedürftigen Person in verschiedenen Bereichen feststellt werden, woraus sich dann die Einstufung in einen bestimmten Pflegegrad ergibt. Insgesamt soll das Gesetz die Situation von pflegebedürftigen Menschen, aber auch der Pflegekräfte verbessern, wobei besonders die eingeschränkte Alterskompetenz und die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz berücksichtigt werden.

Der ambulante Pflegedienst des Dorfener Marienstifts betreut derzeit rund 70 Kunden und beliefert über 30 Personen mit „Essen auf Rädern“. Der Service ist bereits Mitte November durch den MDK begutachtet worden, berichtete Prey den Gemeinderäten.

Das rechnerische Gesamtergebnis ergab im Durchschnitt „sehr gut“ (1,3). Dabei sei der Dienst durch die Befragung von Bewohnern mit einer glatten 1,0 bewertet worden. Auf das Ergebnis sein man „sehr, sehr stolz“, erklärte die Heimleiterin. Der Bürgermeister ergänzte, das „hervorragende Ergebnis“ spreche für die Qualität des Hauses und seiner Mitarbeiter.

Im sozialen Netzwerk der Stadt wird es ab 11. Januar 2017 mit dem „Beratungsbüro für Senioren“ im Rathaus ein neues Angebot geben, freute sich Prey. Die Beratung erfolge rund um das Thema Pflege für Betroffene wie Angehörige. Die Aufgabe werden mit Anita Herz, Freyja Brönnle und Tanja Folger drei erfahrene Mitarbeiterinnen des Marienstifts übernehmen. Prey betonte, die Beraterinnen „werden nicht vom Marienstift, sondern von der Stadt Dorfen bezahlt“. Der Service sei „kein Werbebüro für das städtische Altenheim“, betonte die Einrichtungsleiterin. Das Seniorenberatungsbüro hat immer mittwochs von 13 bis 15 Uhr geöffnet. Die Stadt gebe dafür etwa 5000 Euro jährlich aus, sagte Grundner.

Hermann Weingartner

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Biker übersteht Unfall mit Schürfwunden
Dieser Unfall hätte schlimmer ausgehen können. Ein Skoda-Fahrer übersah ein Motorrad. Der Biker wurde allerdings nicht schwer verletzt. 
Biker übersteht Unfall mit Schürfwunden
Ausgrabungen abgeschlossen
Wochenlang haben Archäologen in der Stadt Dorfen auf dem Grundstück des abgerissenen Rathauses nach Siedlungsspuren gegraben. Die archäologischen Untersuchungen sind …
Ausgrabungen abgeschlossen
Auf dem Besinnungsweg durch Hainsacker
Mit zwei voll besetzten Kleinbussen sind die Wanderfreunde Himolla von Taufkirchen aus zum internationalen Wandertag nach Hainsacker gefahren.
Auf dem Besinnungsweg durch Hainsacker
So kinderleicht macht man Butter selbst
Einen Tag in der Natur erlebten die Kinder beim Forsterner Ferienprogramm. Sie erkundeten die Tier- und Pflanzenwelt und lernten, wie einfach mal Butter selbst machen …
So kinderleicht macht man Butter selbst

Kommentare