Gut angekommen: Marion Rösner (l.) und Reni von Bechtolsheim. Foto: (Malteser)

Hilfstransport

Betten und Badewannen für Bulgarien

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Dorfen – Eine Woche lang war ein Hilfstransport der Malteser unterwegs nach Bulgarien.

Das Besondere an diesem Transport war der Inhalt, der unter anderem aus nicht mehr verwendbarem Material des Marienstifts Dorfen bestand, wie beispielsweise einer Badewanne, Betten oder ein Patientenlifter.

Einrichtungsleiterin Marion Prey freute sich, damit eine caritative Organisation unterstützen zu können. Ein Reha-Krankenhaus in einem Vorort von Sofia war dankbarer Abnehmer, das Patienten nach schweren Erkrankungen oder Verletzungen wie beispielsweise ein Schädel-Hirn-Trauma behandelt.

Das Krankenhaus gleicht einer Ruine mit abgeschlagenem Putz, teilweise eingeschlagenen Fenstern, wenig Inventar und provisorischen Geräten. Für die Patienten, die oftmals nur auf Lattenrosten aus Drahtgeflechten liegen, bringen die Angehörigen Kissen und Decken mit. Marion Rösner, die den Transport ehrenamtlich begleitete und Kontakt zum Marienstift aufnahm, kennt den leitenden Arzt persönlich, der zusammen mit Malteserin Reni von Bechtolsheim, einer gebürtigen Bulgarin, die Spenden in Bulgarien dorthin koordiniert, wo die Not am Größten ist. Von staatlicher Seite ist nur wenig Unterstützung zu erfahren.

Der Hauptverantwortliche der Malteser Auslandshilfe am Flughafen München, Martin Draheim, leitet, regelt und koordiniert solche humanitären Auslandstransporte. Von Deutschland über Österreich, Ungarn, Rumänien nach Bulgarien verlief diese Tour. Die Transportkosten solcher humanitärer Einsätze werden vom Malteser Hilfsdienst finanziert.

Die Malteser-Mitglieder nehmen extra Urlaub, um solche Touren ehrenamtlich begleiten zu können. Zweieinhalb Tage waren sie bei diesem Einsatz allein unterwegs, um an ihr Ziel zu gelangen. Dabei mussten sie vor allem an der Grenze von Ungarn nach Rumänien langwierige und intensive Kontrollen über sich ergehen lassen. Nachdem alles gut angekommen und abgeladen war, machten sie sich wieder auf die zweieinhalb Tage lange Rückreise.

Wolfgang Krzizok

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