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Ehrung für die Stadt: Bezirkstagspräsident Josef Mederer (r.) überreicht die Anerkennungsurkunde an Anita Herbst vom Umweltamt der Stadt Dorfen.

Anerkennungspreis der Regierung

Bienenfreundliches Dorfen

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Bienen in Dorfen haben es gut. Dieser Auffassung ist jedenfalls der Bezirk Oberbayern, der der Stadt einen Anerkennungspreis für ihr insektenfreundliches Engagement verliehen hat.

Dorfen – Gemeinden in Oberbayern, die sich für eine bienen- und insektenfreundliche Umwelt einsetzen, werden für ihr Engagement jetzt auch offiziell belohnt. Der Bezirk vergab heuer erstmals den Titel „Bienenfreundliche Gemeinde“. Damit ausgezeichnet wurden die Gemeinden Kirchanschöring und Chieming (Kreis Traunstein) sowie Emmering (Fürstenfeldbruck) und Holzkirchen (Miesbach). 26 weitere Kommunen erhielten einen Anerkennungspreis für ihr insektenfreundliches Engagement. Darunter als einzige Kommune aus dem Landkreis die Stadt Dorfen.

Um in die Auswahl der Jury zu kommen, muss eine Gemeinde fünf Kriterien erfüllen: Gemeindeflächen wie Verkehrsinseln, Straßenränder oder Streuobstwiesen müssen bienen- und insektenfreundlich bepflanzt sein. Darüber hinaus sollten alle Flächen, die der Kommune gehören, extensiv und bienenfreundlich bewirtschaftet werden. Der Einsatz von Pestiziden ist auf solchen Flächen verboten, auch wenn sie verpachtet werden. Die sogenannte Straßenbegleitbegrünung auf gemeindeeigenen Straßen muss schonend behandelt werden, vor allem im Frühjahr und Sommer. Schließlich muss die Gemeinde den örtlichen Imkern auch Standplätze zum Aufstellen von Bienenhäusern und Bienenvölkern zur Verfügung stellen.

Das Insektensterben nehme dramatische Ausmaße an, sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer bei der Preisverleihung. „Damit sind elementare Grundlagen des menschlichen Daseins bedroht. Ohne Insekten und insbesondere die Bienen und Wildbienen gibt es keinen Fruchtansatz. Viele Obst- und Gemüsesorten wären schlicht nicht mehr vorhanden.“ Um sich dieser Entwicklung entgegen zu stellen, tue es not, die Lebensbedingungen der Insekten zu fördern. Dies versucht der Bezirk mit dem Wettbewerb „Bienenfreundliche Gemeinde“ zu unterstützen. Mederer wandte sich in seiner Rede auch an alle Bürger: „Nehmen Sie sich ein Beispiel und denken Sie bei der Gestaltung Ihrer Vorgärten, Ihrer Balkonbepflanzung, bei allem, das Sie persönlich in der Hand haben, daran, dass Sie mit Ihrem Tun einen Beitrag gegen das Insektensterben leisten können.

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