Mit über 104 Jahren noch aufs Volksfest: Katharina Nester (vorne, mit Tochter Petra Moorloher), war eine von über 2000 Ruheständlern, die sich gestern beim Altennachmittag in der Festhalle trafen. Foto: Weingartner

Seniorentag

Bier und Brotzeit schmecken auch noch mit 104 Jahren

Dorfen – Das ist eine reife Leistung. Mit ihren 104 Jahren hat Katharina Nester beim Seniorentag auf dem Dorfener Volksfest noch eine Mass Bier genossen.

„Des Bier is guad, aber da Maßkrug is so schwaar“ – das sagte gestern Katharina Nester bestens aufgelegt beim „Prosit der Gemütlichkeit“ am Seniorennachmittag beim Dorfener Volksfest. Die 104-jährige Dorfenerin war die Älteste in der Festhalle, aber nicht der einzige Gast über 100 Jahre. Auch Andreas Gegenfurtner mit seinen 101 Lenzen zählte zu den über 2000 Besuchern.

Da saßen dann auf so mancher Bierbank Urgroßeltern gemeinsam mit den Enkelkindern. Dorfens Wiesn ist eben beliebt bei Jung und Alt. An ihren ersten Volksfestbesuch konnte sich Katharina Nester nicht mehr so genau erinnern. „Aber der is scho sehr lang her“. Bestimmt sei sie schon in den 50er Jahren zum Dorfener Volksfest gegangen. Und zum Seniorennachmittag kommt sie auch jedes Jahr wieder gerne, „so lang’s mia guad gähd“.

Eingeladen zum Feiern hat die Stadt Dorfen über 2700 Ruheständler ab 65 Jahren. Jedem wurde eine Maß Bier und ein Hendl spendiert. Als Gastgeber war Bürgermeister Heinz Grundner sozusagen Festwirt auf Zeit und dann auch noch Dirigent. Schwungvoll dirigierte er die Stadtkapelle Dorfen, die freilich den Marsch auch mit verbundenen Augen hätte spielen könnten. Die Maß und der Gickerl seien „eine kleine Aufmerksamkeit der Stadt“ und der Altennachmittag eine gute Gelegenheit, wo sich alte Bekannte treffen und man sich möglichst nicht über Krankheiten unterhalten sollte, sagte Grundner.

In der vollen Festhalle ließen es sich die Senioren gut gehen. Ratschen und sich dabei die Brotzeit der Stadt schmecken lassen war die Devise auch am Tisch von Schorsch Bauer. Er gehört seit über 15 Jahren zu den Stammgästen beim Seniorennachmittag. Der 81-jährige Pensionist startete vormittags mit dem Radl noch mit seiner Wandergruppe „einen Blitzabstecher nach Velden“. „Dann sama glei do her ins Volksfest.“ Die meisten der Altherren-Riege sind nämlich längst im Rentenalter.  prä

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