Autor Anton Renner

(BE)MERKENSWERTES DER WOCHE

Bitte kein Kasperltheater vor dem Petitionsausschuss

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Am morgigen Dienstag kommt der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages nach Dorfen. Die Abgeordneten informieren sich über den den zweigleisigen Bahnausbau und den damit verbundenen Problemen für Dorfen. Bürgerinitiative und Stadt müssen sich zusammenraufen und Zusammenhalt demonstrieren, rät Redakteur Anton Renner.

Für Georg Brandhuber, dem Sprecher der Bürgerinitiative Für einen Bahnausbau ohne Mauern und Schranken, ist der Besuch des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestags am kommenden Dienstag „eine Jahrhundertchance“. Er will die Abgeordneten überzeugen, dass Dorfen nicht durch Brückenbauwerke und Lärmschutzwände verschandelt werden darf.

Seit Jahren versucht der Pensionist zu beweisen, dass die DB Netze mit falschen Zahlen rechnen und deshalb auch die Chancen für Dorfen, für eine Tieferlegung der Gleisanlagen, gut stehen.

Gespannt darf man darauf sein, wie am Dienstag Bürgerinitiative und Bürgermeister Heinz Grundner miteinander umgehen. Offiziell hat die BI ja Grundner die Zusammenarbeit aufgekündigt, da dieser mehr die Interessen der Bahn als die Dorfens vertrete. Sollte sich der Streit beim Besuch der Bundestagsabgeordneten fortsetzen, wirft dies kein gutes Licht auf die Stadt. Die Mitglieder des Petitionsausschusses könnten dann schnell den Eindruck gewinnen, dass sie in einem Kasperltheater mitspielen sollen, wo noch nach dem guten Helden, aber auch nach dem bösen Teufel und dem Räuber gesucht wird.

Das sollten Bürgerinitiative und Stadt tunlichst vermeiden – wenn der Besuch der Abgeordneten für Dorfen etwas Positives bringen soll. Dass der Ausschuss dem Bundestag empfehlen wird, eine Trog- oder Tunnellösung zu finanzieren, ist nicht zu erwarten. Aber vielleicht gibt es für Verbesserungen im Detail Geld für die Stadt.

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