EU-Förderung

Ein Blockheizkraftwerk für das Eisstadion

Dorfen - Eissporthalle, Schwimmbad und Grundschule am Mühlanger sollen künftig ausschließlich mit regenerativer Energie versorgt werden.

Der Betrieb von Eissporthallen ist sehr energieaufwändig. Der ESC Dorfen versucht daher seit Jahren seine Eishalle möglichst energieeffizient und umweltschonend zu betreiben. Auf Anregung von ESC-Präsident Emil Rudolf hat die Stadt Dorfen eine Interessensbekundung zur Förderung von Energieeinsparungen in öffentlichen Strukturen über die Regierung von Oberbayern an die zuständige Oberste Baubehörde zur Prüfung abgegeben, berichtete Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) im Umwelt-, Natur- und Klimaausschuss des Stadtrats. Dafür können Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) beantragt werden. Ziel des Projekts ist die vollständige Versorgung der ESC-Eissportanlage, städtisches Schwimmbad und Heizung der Grundschule am Mühlanger mit regenerativer Energie, erklärte Grundner.

Die beiden kommunalen Objekte und die Wintersportvereinsanlage liegen in unmittelbarer Nähe. Bereits jetzt werden mit der Abwärme der Kältemaschinen des ESC für die Eisbereitung Schule und Freibad mit Wärmeenergie versorgt. Geplant ist laut Stadtchef der Einbau eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) im ESC-Stadion, das mit Biogas betrieben werden könnte. Mögliche Biogaslieferanten gibt es relativ stadtnah im Osten Dorfens. Damit würde bei den Objekten auf regenerative Energieversorgung umgestellt.

Inzwischen habe die Stadt einen Bescheid auf eine Projektbeschreibung bekommen, sagte die Leiterin der Finanzverwaltung, Maria Bauer. Danach wurde der Projektvorschlag auf Ministeriumsebene als förderwürdig anerkannt. Die Kombination der Abwärmenutzung im Winterhalbjahr für die Grundschule und im Sommerhalbjahr für das Freibad sei als „modellhaft“ eingeschätzt worden. Der Bürgermeister sprach von 120 000 Euro Investitionssumme und einer möglichen Förderung von 60 Prozent.

Einstimmig beschlossen wurde, dass die Verwaltung den Projektvorschlag nun konkretisieren und in Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern bis Ende des Jahres einen Förderantrag auf Zuschuss aus dem EFRE stellen soll. Dabei fördern die Europäische Union und der Freistaat Bayern noch bis 2020 Maßnahmen der CO2-Einsparung bei der öffentlichen Infrastruktur und öffentlichen Gebäuden „als Leuchtturmprojekte“.

Hermann Weingartner

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