Am Feierabend: Erst Arzteinsatz, dann Stau bei der S-Bahn 

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Keinen Respekt: Unbekannte haben den Schrein am Bauernmarkt demoliert. prä

Eingeschlagene Scheibe

„Blutender Christus“ beschädigt

Dorfen – Wände, Mauern oder Stromverteilerkästen beschmieren und beschädigen ist Alltag – auch in Dorfen. Unbekannte sind nun nicht davor zurückgeschreckt, ein christliches Symbol zu beschädigen.

Die Glasscheibe vor einer Christus-Figur am Dorfener Bauernmarkt wurde eingeschlagen. Die Statue wurde schon einmal von Unbekannten traktiert.

Sie ist etwas Besonderes, denn sie stellt einen Christus dar, aus dessen Dornenkrone „Blut“ fließt. Durch den Wärmeunterschied von Tag und Nacht beginnt die Figur zu „bluten“. Geschaffen wurde der Kopf vom Dorfener Ingenieur, Erfinder und Tüftler Michael Bartmann (1893 – 1969). Das Christus-Abbild samt zugehöriger Technik befindet sich in einem Gehäuse, das früher an der Isen gegenüber dem ersten Dorfener Kino an der Mühlangerstraße (heute Pizzeria) stand.

Zunächst war der 2008 restaurierte Christus am neuen B 15-Isen-Wehr aufgestellt worden. Aber nur kurz, denn Passanten hatten sich beschwert, dass die Darstellung des „blutenden Christus“ für Kinder zu schockierend und eine Zumutung sei. Die Christus-Statue musste aus dem Blickfeld weg und wurde einige Meter weiter am Bauernmarkt wieder installiert.

Die Statue gehört der Dorfener Familie Mittermeier. Nachdem die Figur über die Jahrzehnte nicht mehr im besten Zustand war, hatten die Mittermeiers sie instand setzten lassen und dann der Stadt Dorfen gestiftet. Was heute kaum noch jemand weiß: „Kino-Opa“ Bartmann, so nennt ihn Enkelin Rosmarie Mittermeier (geborene Bartmann), hatte diese und eine zweite Statue im Jahr 1957 geschaffen. Er hatte unter anderem das erste Kino in Dorfen und im Landkreis geplant und gebaut. Das alte Lichtspielhaus war 1965 geschlossen worden.  

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