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Direkt vor der Haustür wurde der BMW M550 von Bernd Schmidbauer gestohlen. Auf dem trockenen Fleck (r.) hatte der Geschäftswagen gestanden.  

Präsident des TSV Dorfen:

Mir wurde mein BMW vor der Haustür geklaut - doch das ist nicht das Schlimmste

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Als Bernd Schmidbauer am Montag nach draußen schaute, konnte er es nicht glauben: Sein BMW war weg.

Oberdorfen – Bernd Schmidbauer hat sich in Oberdorfen bisher sicher gefühlt. Doch am Montagmorgen haben Unbekannte ihm direkt vor der Haustür das Auto gestohlen. „Jetzt ist’s vorbei mit dem geliebten Nest, die Geborgenheit ist verloren gegangen“, beschreibt der Präsident des TSV Dorfen seine Gemütslage. Seinen BMW M 550d xDrive hatte der 53-Jährigen auf der Straße geparkt, zwischen 6.15 und 6.45 Uhr schlugen die Täter zu.

Die Diebe müssen ihn ausspioniert haben

Der Verlust sei zwar ärgerlich, aber nicht das eigentliche Problem, schildert der besorgte Familienvater. Der zwei Jahre alte Geschäftswagen (Neupreis um die 110 000 Euro) sei versichert gewesen, erzählt der Geschäftsmann. Der oder die Diebe müssen sein Haus und seine Gewohnheiten vorher ausspioniert haben, ist sich Schmidbauer sicher. Das vermute auch die Kripo, berichtet er.

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Schmidbauer hatte den Diebstahl bemerkt, weil seine BMW-Handy-App einen Fehler anzeigte. Der Inhaber der Softwarefirma Softstar wollte morgens zu einem Termin und vorher noch kurz die Standheizung per App aktivieren. Weil das fehlschlug, sah er nach dem Auto – es stand nicht mehr da.

Um 6.15 Uhr stand der BMW noch da

Kurz vor 6 Uhr habe seine Tochter das Haus verlassen und wie ein Nachbar um 6.15 Uhr das Auto noch gesehen. Um 6.45 Uhr war der graue BMW weg, wie ein weiterer Nachbar berichtet habe. Auch die Versuche, das Fahrzeug mit der BMW-App zu orten, seien gescheitert. Daraufhin hat der Bestohlene den Vorfall bei der Polizei gemeldet.

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Die näheren Hintergründe seien noch nicht geklärt, teilt Jürgen Weigert, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, auf Nachfrage mit. Der Wagen habe ein Keyless-Go-System. Bei modernen Autos genügt es, den Schlüssel am Körper zu haben und zu starten. Diebe könnten das Funksignal des Schlüssels verlängern und Autos so unbemerkt stehlen. Ob das in Oberdorfen so war, wisse man aber nicht, sagt der Polizeisprecher. Der BMW M550 hätte auch mit einem Autoanhänger oder Lkw abtransportiert werden können, sagt Schmidbauer.

„Ungutes Gefühl der Verunsicherung“

Das Auto mitten in der Wohnsiedlung am frühen Morgen zu stehlen, dazu gehöre sicher jede Menge kriminelle Energie, meint der 53-Jährige. „Das ist jetzt ein ganz ungutes Gefühl der Verunsicherung.“ Und man könne ja nicht wissen, was passiert wäre, hätte ein Familienmitglied oder Nachbar die Diebe auf frischer Tat ertappt. Bei der Dreistigkeit müsse man mit professionellen Kriminellen rechnen, deren Gewaltpotenzial nicht einzuschätzen sei.

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Jetzt sei vorbei, dass man „ohne Bedenken etwa die Balkontür mal schnell offen lässt“, sagt Schmidbauer. Nach dem Diebstahl werde er sein Haus demnächst mit Videoüberwachung ausstatten. Auf Facebook habe er zudem die Oberdorfener gewarnt, auf ungewöhnliche Vorgänge achtzugeben.

Hinweise erbittet die Kripo Erding unter Tel. (0 81 22) 968-0.

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