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Haben gut lachen: Nikolaus Lohmeier und seine Tochter Barbara, die das Loher Bier brauen.

Münchner Merkur „Bier Battle“

Bräu z’Loh steht im Finale

Dorfen - Großer Biergeschmackstest im Internet: Die kleine Familienbrauerei Bräu z’Loh aus Dorfen hat die Weltkonkurrenz aus einer bayerischen Bierschlacht bei der „Bier Battle“ des Münchner Merkur geschossen und ist im Finale. Jetzt hofft man auf den Sieg.

Bier ist das absolute Lieblingsgetränk der Bayern. Die Online-Redaktion von Münchner Merkur/tz sucht bei der so genannten „Bier Battle“ noch bis morgen in einer Online-Abstimmung, welcher Gerstensaft den Usern am besten mundet.

Insgesamt 75 verschiedene Biere aus München und Umland wurden in die „Bier-Battle“ (Bier-Schlacht) geschickt. Der kleine Bräu z’Loh der Familie Lohmeier aus der Gemeinde Dorfen hat es mit drei anderen Brauereien bis ins Finale geschafft. Neben Landkreiskonkurrenten wie Erdinger, Grünbacher und Airbräu, wurden auch die favorisierten Biere wie das Augustiner, Paulaner, Franziskaner oder Tegernseer hinter sich gelassen.

„Sensationell“, freut sich Barbara Lohmeier-Opper aus der Familienbrauerei aus Loh über den Erfolg. „I bin total positiv überrascht“, schwärmte gestern die junge Braumeisterin. Sie stellt zusammen mit ihrem Vater, Braumeister Nikolaus „Nik“ Lohmeier, die süffigen Loher Biere noch rein handwerklich her, mit viel Liebe zur Tradition und Qualität, streng nach dem Reinheitsgebot. Die Braumeisterin und ihr Mann Jan Opper, ebenfalls Braumeister, waren heuer auch Botschafter und „Wächter des Bayerischen Reinheitsgebots“ anlässlich des 500-jährigen Jubiläums des Reinheitsgebots.

Nicht viel mehr als eine Handvoll Einwohner hat Loh, ein kleiner Ortsteil der Stadt Dorfen. Gleich neben dem Bräu ist das urig gemütlich Gasthaus beim Wirtshaus z’Loh. So richtig bekannt ist Loh durch seinen berühmten, bereits verstorbenen Sohn Georg Lohmeier. Seine Wiege stand in der Brauerei des Brauereigründers Michael Lohmeier. Aus der Feder des Autors, Regisseurs und Heimatschriftstellers stammt unter anderem die bekannte Fernsehserie „Das königlich bayerische Amtsgericht“.

Den Bräu z’Loh gibt es seit 1928. Er ist damit eine der ältesten, noch existierenden Brauereien im Isental-Gäu. Der Urgroßvater der heutigen Braumeisterin Barbara Lohmeier-Opper hatte die Brauerei damals eher aus Protest gegründet, als er eine Anzeige wegen Schwarzbrauens bekommen hatte. Er hatte das Bier als Eigenbedarf fürs Gesinde auf seinem Bauernhof gemacht – und weil es so gut schmeckte dann auch verkauft.

Heute ist natürlich alles legal, und die Biere des Bräu z’Loh sind eine echte Spezialität. Sie werden inzwischen bis nach München geliefert. Der Erfolg, als kleine Familienbrauerei gegen die Großbrauereien bestehen zu können, „liegt in da Freud, a guads Bier z’macha und in der Liebe zur Hoamat“, sagt Lohmeier-Opper. Seit 1998 ist sie im Betrieb. Die ganze Familie und auch die Mitarbeiter der Brauerei stehen zur Region und sind hier tief verwurzelt. Dass den Lohmeiers auch Tradition sehr wichtig ist, zeigt, dass es Loher-Biere wie anno dazumal noch immer in Holzfässer abgefüllt gibt. Das Loher Helle Export wird am meisten getrunken. In dem kleinen Brauereigebäude mit einem Sudkessel werden aber auch Dunkles, Märzen, Weißbier, leichtes Weißbier, Pils und – zur Kirta – ein Kirta-Bier gebraut. Seit einiger Zeit gibt es ein unfiltriertes, helles Kellerbier und einen hellen Bock mit 16 Prozent Stammwürze.

In Finale der „Bier-Battle“ stehen neben dem Bräu z’Loh noch Dachsbräu, Starnberger und Kapplerbräu. Jetzt hoffen die Loher auf Unterstützung aus Dorfen und dem ganzen Isengäu, um die Schlacht im Internet auch zu gewinnen. Abgestimmt wird über den Link www.merkur.de/leben/genuss/bier-wir-suchen-beliebteste-produkt-unserer-user-7027205.html, oder unter www.merkur.de – Suche: Bier Battle. Die Abstimmung im Internet endet am morgigen Freitag.

Hermann Weingartner

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