Für Radfahrer

Breitere Gehwege über die B 15-Brücke

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Rund 100 000 Euro lässt sich die Stadt Dorfen die Verbreiterung der Gehwege über die B 15-Isenbrücke kosten. Diese werden dann auch für Radfahrer freigegeben.

Dorfen– Das Staatliche Bauamt München hat für 2018 die Erneuerung der B 15-Brücke über die Isen angekündigt. Im Zuge diese Maßnahme werden könnten auch die beiseits der Fahrbahnen verlaufenden Gehwege auf 2,50 Meter verbreitert und damit auch für Radfahrer freigegeben werden. Etwa 100 000 Euro müsste die Stadt dafür selbst aufbringen. Um Zuschüsse aus Städtebaufördermittel erhalten zu können, hat die Verwaltung dem Bau- und Verkehrsausschuss vorgeschlagen, die Maßnahme als Ziel im Integrierten Städtebaulichen Konzept (ISEK) nachtragen zu lassen.

Heiner Müller-Ermann (SPD) stellte allerdings infrage, ob die Freigabe der Gehwege auf der B 15-Brücke für Radfahrer sinnvoll sei. Denn vor und nach der Brücke müssten die Radler wieder die Bundesstraße nutzen. Das Ein- und Ausschleusen der Radfahrer auf den kurzen Gehweg und dann wieder auf die B 15 hielt Müller-Ermann für wesentlich gefährlicher, als wenn die Radfahrer gleich durchgehend auf der Bundesstraßen fahren würden. Der SPD-Stadtrat forderte, eine Stellungnahme des Allgemeinen Deutschen-Fahrradclubs einzuholen.

CSU-Stadtrat Ludwig Rudolf dagegen sah in der Verbreiterung und Freigabe des Gehwegs für Radfahrer eine „einmalige Chance“, die von der Stadt genutzt werden müsste. Wenn die Brücke erneuert sei, können im Nachhinein nichts mehr verändert werden, sagte Rudolf.

Müller-Ermann nutzte die Diskussion, um der Stadtführung allgemein Vorwürfe zu machen, da bislang nichts konkretes unternommen worden sei, den Verkehr auf der B 15 zu verlangsamen. Seit Jahren seien drei Fachbüros damit beauftragt, der Bundesstraße durch entsprechende Maßnahmen einen „innerstädtischen Charakter“ zu verleihen und damit für eine deutliche Verlangsamung des Durchgangsverkehrs zu sorgen.

Bürgermeister Heinz Grundner wies darauf hin, dass nur die Aufnahme der Gehwegverbreiterung in das ISEK zur Debatte stehe. Über verkehrsberuhigende Maßnahmen würde demnächst separat beraten. Der Ausschuss stimmte schließlich einstimmig für die Aufnahme der Gehwegverbreiterung der B 15-Brücke in das ISEK.

Rubriklistenbild: © PantherMedia / Peter Uphoff

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