Keine Frage, Sabotage: Die Bremsleitungen wurden vom Unbekannten durchtrennt.

Sabotage in Firma

Bremsleitung durchtrennt: War es ein Racheakt?

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Das ist wie in einem schlechten Krimi: Unbekannte haben an den Firmenfahrzeugen der Fenster- und Rollladenbau-Firma Brandhuber die Bremsleitungen durchtrennt. Die Sabotage könnte ein Racheakt sein.

Dorfen – Harald Atzberger, Geschäftsführer der Brandhuber Fenster- und Rollladenbau GmbH, kann es kaum fassen. Was wäre passiert, wenn seine Mitarbeiter mit den sabotieren Fahrzeugen losgefahren wären? Wäre jemand verletzt oder gar getötet worden, wenn ein Abbremsen des Fahrzeugs nicht möglich gewesen wäre? Diese Fragen treiben den Unternehmer um, der in 30 Jahren Selbstständigkeit nicht einmal annähernd ähnliches erlebt hat.

Dass irgendetwas mit dem Fahrzeug nicht stimmt, hat am Donnerstagmorgen ein Monteur beim Anlassen des Transporters bemerkt. Die Warnlampe für die Bremsen leuchtete auf. Der Mitarbeiter wurde stutzig. Bei genauerer Nachschau wurde dann entdeckt, dass jemand die Bremsleitung durchtrennt hatte. Und das nicht nur bei dem einen, vor der Firma am Gewerbering in Dorfen stehenden Fahrzeug, sondern bei allen dreien.

In der Werkstatt: Einer der drei Firmentransporter, die von der Sabotage betroffen sind.

Wer macht so etwas? Ein Lausbubenstreich ist das sicher nicht. Atzberger kann nur vermuten. Tage vorher hat er einen Mitarbeiter fristlos gekündigt. War es ein Racheakt? „Das wäre doch verrückt“, versucht der Firmenchef seine Gedanken wieder zu ordnen. Ein Auto verkratzen, die Scheibe einschlagen, ja. Aber eine Sabotage der Bremsleitung? Oder waren gar nicht Atzberger und sein Geschäftsführerkollege Christopher Ortler Ziel der Attacke? Das Unternehmen hat früher Georg Brandhuber gehört. Er ist der Sprecher der Bürgerinitiative Bahnausbau. Dachte jemand, Brandhuber ist noch der Inhaber der gleichnamigen Rollladenbau-Firma?

Dass der Sachschaden hoch ist, das steht für Atzberger nicht im Vordergrund. Er ist „heilfroh“ das nichts Schlimmeres passiert, dass niemand zu Schaden gekommen ist. Doch was bleibt, ist eine gewisse Sorge und Angst, dass der Täter möglicherweise wieder zuschlagen könnte. Momentan stehen die Transporter in der Firmenhalle. Doch das ist keine Dauerlösung. „Das ist, wie wenn sie ihren Rasenmäher im Schlafzimmer abstellen“, beschreibt der Unternehmer die Situation. Die Halle sei keine Fahrzeuggarage.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen versuchten gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr aufgenommen. Eventuelle Zeugen sind aufgerufen, sich zu melden. Atzberger selbst geht einen Schritt weiter: Er hat zur Aufklärung der Tat eine Belohnung in Höhe von 3000 Euro ausgesetzt.

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