Verspätungen auf der Stammstrecke - aus zwei Gründen

Verspätungen auf der Stammstrecke - aus zwei Gründen
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Der Bahnausbau in Dorfen hat begonnen. Auch beim Bahnübergang Moosschuster wurden die Arbeiten aufgenommen.

Bahnausbau

Brücken sollen mehr Sicherheit bringen

Am Bahnübergang Moosschuster haben die Bauarbeiten für das Brückenbauwerk im Zuge des Bahnausbaus begonnen.

Dorfen – Die Bauarbeiten für die beiden neuen Straßenbrücken über die künftige zweigleisige Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing (ABS 38) im Bereich Dorfen sind voll im Gange. Die Deutsche Bahn will damit „mehr Sicherheit und bequemere Übergänge an der Zugstrecke München- Mühldorf schaffen“, sagt ein Bahnsprecher. Das Investitionsvolumen beträgt 7,9 Millionen Euro. Weil es sich dabei um Gemeindeverbindungsstraßen handelt, ist die Stadt Dorfen laut Eisenbahn-Kreuzungsgesetz neben Bund und Land auch mit einem Drittel an den Kosten beteiligt. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2018 geplant. Die Baustellen gehören formal nicht zum Großprojekt ABS 38, so die DB. Die Brücken werden als vorgezogene Maßnahmen realisiert.

Der zweigleisige Ausbau der Gesamtstrecke ist bei den Straßenbrücken planerisch berücksichtigt, wobei in Lappach die Bahnübergänge Pfaffing und Lappach ersetzt werden. Inzwischen wurde auch beim Anwesen Moosschuster mit der neuen Straßenüberführung begonnen. Dort werden die alten Bahnübergänge Wampeltsham, Niederhöning und Kirchstetten wegfallen. In den nächsten Wochen stehen Tiefbauarbeiten an, erklärt die DB. Lärmintensive Arbeiten würden sich mit Blick auf den Personennahverkehr nicht immer tagsüber ausführen lassen. Außerdem versuche die DB, bestehende Sperrpausen an Wochenenden zu nutzen, um so die Auswirkungen für Reisende so gering wie möglich zu halten.

So ist beim Moosschuster für kurze Zeit mit Tiefbauarbeiten zu rechnen. Bei Lappach müssen wegen der Sperrpause der Bahn die Arbeiten am Sonntag, 19. März, absolviert werden. Diese werden auch in den Nachtstunden stattfinden. Geprüft wurden auch weniger lärmintensive Bauverfahren. Die sorgen aber für eine deutlich längere Bauzeit bei kaum weniger Immissionen.

Im Frühjahr müssen weitere Wochenendsperrungen der Zugstrecke genutzt werden, um Arbeiten im Gleisbereich durchzuführen, kündigt die DB an. Weitere tageweise Sperrpausen sind im Sommer und Herbst vorgesehen. Bahnreisende erfahren stets über die Fahrplaninformationen der Südostbayernbahn rechtzeitig alles über aktuelle Baufahrpläne und den Schienenersatzverkehr.

Die eigentlichen Brücken-Rohbauarbeiten werden sich bis in den November erstrecken. Dann ist auch die Freigabe der neuen Straßenüberführungen, der Straßen und Wirtschaftswege entlang der Bahn vorgesehen. Der Rückbau der Bahnübergänge wird bis April 2018 abgeschlossen sein.

  Hermann Weingartner

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