Schixn und Hundleng: Das wird was werden, mit (v. l.) Dagmar Kratzer, Sepp Müller, Sabine Schubart, Andrea Lenz und Birgitt Binder, Kulturmanagerin des Jakobmayer.

Oberbayer triftt Schixn

Bühnensport und Wellness für das Publikum

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2016 hat Sepp Müller beim Oktoberbrettl im Jakobmayer-Kulturzentrum die Dorfener begeistert. Am Samstag kehrt der gebürtige Tölzer an den „Tatort“ zurück.

Dorfen – Der kabarettistische Hundling trifft im Jakobmayer-Bistro vier voglwuide Weiba – die Isarschixn um die Dorfener Kulturmanagerin Birgitt Binder. Das kann ja heiter werden, wie unser Interview mit Schix und Hundling zeigt.

„Oberbayer trifft …“, heißt eigentlich Ihr Programm Sepp Müller. Warum treffen Sie ausgerechnet in Dorfen die Isarschixn?

Sepp Müller: Ja, da Oberbayer trifft halt gern Leid, drum gähd er ja auf Tour und ist unterwegs. Und welcher Musiker trifft ned gern Schixn, und wenns glei Viere san, umso besser! Und die Madonna wäre eh keine Option gewesen, wenn dann lieber noch die Lady Gaga, aber so Gaga san ja die Isarschixn scho lang und drum gab’s für mich gar keine andere Wahl.

Birgitt Binder: Madonna, die Schix, wohnt halt nicht in Dorfen, drum müssen wir herhalten.

Als Isarschixn seht ihr euch selbst als die bayerische Antwort auf Pussy Riot. Was macht bei feministischen Punkmadls ein Mann auf der Bühne?

Binder: Es ist nicht irgendein Mann. Es ist der Müller Sepp aus Tölz, ein echter Hundling. Der ist immerhin schon mit Pixner, Martina Schwarzmann und Wolfgang Krebs auf der Bühne gestanden. Dass sich Rebellen mit Rebellen gut verstehen, ist doch eh klar! Die Wellbrüder waren auch erst kürzlich mit den Toten Hosen auf Tour. So what!

Wie hält es ein Mann mit vier so vogelwuide Weiber nur aus?

Müller: Da ich ja mit zwei Schwestern aufgwachsn bin und jetzt auch selber noch drei Schixn – Frau und zwei Töchter – daheim hab, denk ich hab ich hierfür das nötige „Standing“ und überhaupts, da Opa hod immer gsogd: „Bua, oans muaßt da merken, auf am oidn Radl lernts as Fahrn“ . . . Nein, im Ernst, ich bin ja hier da Hahn im Korb und solang sie mir meine Federn ned ausrupfn, is ois guad ganga! I gfrei mi sehr auf die vier Schixn.

Die Isarschixn sind bei Auftritten stets knallbunt gewandet. Soll der Farbschock was überspielen?

Binder: Kein Farbschock, sondern Eyecatcher. Wir tragen nicht schwarz oder weiß, sondern gerne was Buntes, so wie unser Leben halt ist. Unser Bühnenoutfit wurde von Dirndl-Designerin Angelika Böhm aus Waldkraiburg angefertigt oder kommt vom Flohmarkt. Eine Schix ist halt ein bunt schrill schillerndes Wesen, drum passen wir auch gut zu dem Gockl, am Sepp.

Andere Frauen im reiferen Alter gehen zum Wellnessen. Die Isarschixn auf die Bühne. Hat das einen tieferen Sinn?

Binder: Bei Wellness macht man ja nur was für sich. Wir unterhalten das Publikum, also macht das Publikum bei uns Wellness und uns hält der Bühnensport fit! Außerdem, mim Sepp zsammspuin is bessa als Wellness.

Gibt es Hoffnung, dass die Schixn irgendwann mal ruhiger werden, braver?

Binder: Seits froh, dass ihr uns nicht vor 20 Jahren kennengelernt habt . . . Im kommenden Jahr spielen wir erst mal am 11. Januar auf den Volksmusiktagen im Fraunhofer und am 9. Februar im Scharfrichter Haus in Passau. Für später haben wir schon einen Platz neben Jesus, dem Rebell, reserviert und da lassen wir es natürlich auch wieder so richtig Schixn like krachen.

Der gemeinsame Auftritt am Samstag, 25. November, im Jakobmayer-Bistro beginnt um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr). Karten gibt es im Ticket Treff Tel. (0 80 81) 13 93 und im Internet unter www.jakobmayer.de.

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