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Magere Kulisse: Nicht einmal 20 Bürger in teressierten sich für den Rechenschaftsbericht von Bürgermeister Heinz Grundner (l.).

Keine B 15-Ortsumfahrung

Bürger prophezeien ein Verkehrschaos

In der Diskussion um den Bau einer B 15 neu vermissen Gegner einer Trasse im Landkreis den politischen Druck.

Landersdorf – Das könne fatale Folgen haben, wurde bei der Bürgerversammlung für die westlichen Ortsteile Dorfen am Dienstagabend in Landersdorf thematisiert.

„Wie schaut’s aktuell aus in Sachen B 15 neu“, wollte Sabine Berger aus Pemberg wissen. Berger sagte, bei der Forderung „Keine B 15 neu im Landkreis Erding“ dürfe man nicht nachlassen. Der Verkehr werde nicht weniger. Prognosen, wonach der Verkehr bei uns abnehmen werde, erwiesen sich als völlig unrealistisch. Wenn nichts passiere, sieht die Landwirtin „ein Verkehrschaos auf Dorfen zu kommen“. Eine „Kostprobe“ werde für Dorfen sein, wenn 2018 die B 15-Isenbrücke wegen Neubau ein halbes Jahr gesperrt wird. Es müsse für Dorfen eine Verkehrslösung mit einer Ortsumfahrung gefunden werden, forderte Berger. Sie befürchtet beim Thema B 15 neu mittlerweile auch, das der Druck auf die bayerische Regierung schwindet.

Bei einem Ausbau der B 15 Bestandsstrecke befürchtet Stadtrat Martin Heilmeier (LDW) ein Horrorszenario. Ein Autobahnkreuz Dorfen A 94/B 15 neu dürfe es nicht geben. Bayerns Staatsminister Marcel Huber (CSU) warf Heilmeier vor, nach dem „St. Floriansprinzip“ zu handeln, weil er die B 15 neu in Landkreis Erding verschieben wolle.

Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) sagte, alle die einen Bau der B 15 neu komplett ablehnen, seien „auf der falschen Spur“. Die Stadt Dorfen habe sich mehrheitlich ganz klar für die B 15 neu auf der raumgeordneten Trasse im Kreis Mühldorf ausgesprochen. Diese Forderung werde politisch auch von Landrat Martin Bayerstorfer, Umweltministerin Ulrike Scharf und vom Bundestagsabgeordneten Andreas Lenz vertreten.  prä

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