Großbrand in Oberau: Anwohner sollen Fenster und Türen schließen

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Volksbegehren

Bürger sollen gegen Flächenfraß unterschreiben

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Die Dorfener Grünen haben an die Bevölkerung appelliert, das von bayerischen Grünen, der ÖDP, der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) gestartete Volksbegehren gegen den gigantischen Flächenverbrauch in Bayern zu unterstützen.

Dorfen – „Die brutale Landschaftszerstörung durch den Bau der A 94 führt uns besonders drastisch vor Augen, wie notwendig dieses Volksbegehren ist“, sagt Ulli Frank-Mayer, Dorfener Stadträtin und frisch gekürte Landtagskandidatin der Erdinger Grünen.

Insekten- und Vogelsterben hätten ein so gewaltiges Ausmaß erreicht, dass dies niemand mehr verborgen bleiben könnte. Ursachen dafür gebe es mehrere. Neben Pestiziden wie Glyphosat sei auch die enorme Flächenversiegelung ein Grund für den rapiden Artenschwund. „Allein in Bayern verschwinden täglich 13 Hektar Natur- und Ackerflächen unter Straßen, Parkplätzen, Gewerbegebieten und Logistikzentren. Auch die Überschwemmungsgefahr steigt, wenn immer mehr Flächen versiegelt werden. Zudem geht diese Entwicklung zu Lasten der Landwirtschaft, die dadurch immer mehr Ackerflächen für die Nahrungsmittelproduktion verliert und so zu noch intensiveren und umweltschädlicheren Anbaumethoden genötigt wird“, konstatiert Hanna Ermann, Vorstandsmitglied der Dorfener Grünen.

Die bayerischen Grünen hätten deshalb zusammen mit der ÖDP, der AbL und dem LBV ein Volksbegehren gestartet, das diesen gigantischen Flächenverbrauch reduzieren solle. Anstatt 13 Hektar täglich sollen nur noch fünf Hektar für bauliche Nutzung zur Verfügung stehen. Dies entspreche auch der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, die die Bundesregierung erarbeitet habe, wonach der Flächenverbrauch in Deutschland auf 30 Hektar pro Tag beschränkt werden soll. Der bayerische Anteil an diesen 30 Hektar betrage fünf Hektar – deshalb liege die vorgesehene Höchstgrenze im Gesetzentwurf des Volksbegehrens bei diesem Wert.

Wer das Volksbegehren unterstützen will, kann sich in die im Dorfener Tagwerkladen ausliegenden Liste eintragen. Unterschriftslisten zum Ausdrucken können auch auf der Homepage www.betonflut-eindaemmen.de heruntergeladen werden.

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