Stadtentwicklungskonzept Dorfen

Der Citymanager kommt

Dorfens Innenstadt zu fördern und stärken ist das Ziel des vom Stadtrat beschlossen ISEK (Integriertes Stadtentwicklungskonzept). Für die Projektumsetzungen wird jetzt ein externes Citymanagement unterstützend eingesetzt.

Dorfen – Nicht ganz unumstritten war im Stadtrat, ob es in Dorfen überhaupt einen City-Manager braucht. Die große Mehrheit sprach sich dafür aus, weil dies auch im Rahmen des ISEK-Prozesses empfohlen worden war. Jetzt wurde ein Projektmanagement „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ beauftragt. Den Zuschlag vergab der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig an die Beratungs- und Management GmbH Cima. Das Münchner Unternehmen war auch maßgeblich an der Erstellung des ISEK beteiligt.

Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) sagte im Haupt- und Finanzausschuss, es gehe darum, die Ziele und Projekte im ISEK nun auch „mit Leben zu erfüllen“. Gewerbereferent Martin Greimel (CSU) betonte, eine belebte Innenstadt und Fördermaßnahmen seien „wichtig“ für Handel und Gewerbe in Dorfen. Dorette Sprengel (GAL) hatte einen Citymanager bislang abgelehnt, mit der Begründung, das könnte auch der im ISEK beteiligte Förderkreis Dorfen leisten. Nachdem die Cima das Projekt mache, sei Sprengel „jetzt sehr dafür“.

Eine integrierte Ortskernentwicklung in öffentlich-privater Partnerschaft sowie hohe Qualitätsforderungen des Förderprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ setzten ein „engagiertes Management der Umsetzungsprozesse voraus“, beschreibt die Cima GmbH in ihrem Angebot.

Mehrere Aspekte seien für die Stadt „besonders wichtig“. Das Projektmanagement sollte nicht Teil der Verwaltung, sondern Bindeglied zwischen Verwaltung, Politik und den beteiligten privaten Akteuren sein. Das Management müsse inhaltlich und organisatorisch eng mit der Verwaltung verbunden sein und die politischen Entscheider müssten eingebunden werden.

Aufgabe werde laut Cima die Sicherstellung der Programmumsetzung sowie Koordination und Bündelung weiterer Aktivitäten zur Ortsentwicklung weiterer privater oder öffentlicher Projektpartner sein. Die Zusammenarbeit mit Einzelhandel und Gewerbetreibenden soll aktiviert und die Projekte aus den Unternehmen unterstützt werden. Zudem sollen die Immobilieneigentümer eingebunden und betreut sowie eine Vernetzung aller Beteiligten aufgebaut werden. Die Prüfung der Förderfähigkeit von Projektideen aus der ISEK-Lenkungsgruppe (Stadtratsmitglieder, Verwaltung und Förderkreis) sei ein weiterer Aufgabenbereich.

Das Citymanagement will die Cima in Dorfen mit einem „Umsetzungsteam“ durchführen, das aber nicht ständig vor Ort ist. Es werde dazu ein „erfahrener Citymanager zur Verfügung gestellt“, der bei Bedarf auf weitere Spezialisten des Unternehmens zurückgreifen könne, kündigt das Unternehmen an. Knapp 30 000 Euro soll das Angebot für das „Projektmanagement Dorfen“ für 2016 kosten. Angenommen wurden durchschnittlich acht Wochenstunden für Citymanagement, Vor-Ort-Betreuung, Projektleitung und Coaching.

Einstimmig wurde das Cima-Angebot von den Ausschussmitgliedern angenommen. Dabei sei mit einem Zuschuss von 60 Prozent zu rechnen, sagte Grundner. Abgerechnet werde aber nach „tatsächlich erbrachten Leistungen“, informiert Stadtkämmerin Maria Bauer.

Hermann Weingartner

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