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„Damit Bayern Heimat bleibt“

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Die Bauernorganisation AbL, ÖDP und Grünewollen die Zerstörung der Kulturlandschaft durch Beton und Asphalt deutlich reduzieren. Das Dreierbündnis setzt auf ein Volksbegehren.

Dorfen/Taufkirchen – Jeden Tag verschwinden 13 Hektar Bayern unter Asphalt und Beton. Das entspricht einer Fläche von 18 Fußballfeldern. Jedes Jahr wird ein Areal so groß wie der Ammersee zugebaut. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), die ÖDP und Bündnis 90/Die Grünen finden: „Es reicht!“ Sie wollen eine gesetzliche Grenze für den Flächenverbrauch und so die Betonflut eindämmen. Möglich machen soll dies ein Volksbegehren.

Die Erdinger Vertreter der drei Gruppierungen, Mathias Lohmeier (AbL), Stephan Treffler (ÖDP) und Helga Stieglmeier (Bündnis 90/Die Grünen sammeln an diesem Samstag, 21. Oktober, bei einem bayernweiten Aktionstag Unterschriften für ein Volksbegehren „Damit Bayern Heimat bleibt – Betonflut eindämmen“. Für die Zulassung des Volksbegehrens sind in einem ersten Schritt 25 000 Unterschriften notwendig. Gesammelt wird an Infoständen von 9 bis 12 Uhr in Taufkirchen beim Rathaus und von 10 bis 12 Uhr in Dorfen bei der Marktkirche.

Kommen genug Unterschriften zusammen, findet das Volksbegehren voraussichtlich im Frühjahr 2018 statt. Hier müssen sich innerhalb von zwei Wochen zehn Prozent aller Wahlberechtigten eintragen, damit es im Herbst zum Volksentscheid kommt. Stimmt eine Mehrheit mit „Ja“, ist der Vorschlag ein verbindliches Gesetz. „Über Jahrhunderte gewachsene Städte und Dörfer und die schöne Landschaft prägen den Charakter Bayerns. Doch Bayern droht sein Gesicht zu verlieren. Immer mehr Gewerbegebiete, Discountmärke und Logistikzentren entstehen auf der grünen Wiese. Unsere Orte verlieren an Lebensqualität, Natur- und Ackerflächen verschwinden“, heißt es in dem Aufruf zur Unterstützung. 

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