Hier stimmt die Frauenquote (v. l.): Bürgermeister Heinz Grundner, Nina Hieronymus (Kandidatin für den FU-Kreisvorsitz), Elke Aigner (Schatzmeisterin), Landrat Martin Bayerstorfer, Heidi Rimpfl (Beisitzerin), Christine Streibl (Schriftführerin), Karin Wilhelm-Scharl (Beisitzerin), Barbara Lanzinger (Vorsitzende), Betty Schubert (Beisitzerin), Ursula Schönfelder (Beisitzerin), Janine Krzizok (Vorsitzende CSU Erding), Luitgard Folger-Hagl (stellvertretende Vorsitzende) und Anne Sedlmeier (Beisitzerin).
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Hier stimmt die Frauenquote (v. l.): Bürgermeister Heinz Grundner, Nina Hieronymus (Kandidatin für den FU-Kreisvorsitz), Elke Aigner (Schatzmeisterin), Landrat Martin Bayerstorfer, Heidi Rimpfl (Beisitzerin), Christine Streibl (Schriftführerin), Karin Wilhelm-Scharl (Beisitzerin), Barbara Lanzinger (Vorsitzende), Betty Schubert (Beisitzerin), Ursula Schönfelder (Beisitzerin), Janine Krzizok (Vorsitzende CSU Erding), Luitgard Folger-Hagl (stellvertretende Vorsitzende) und Anne Sedlmeier (Beisitzerin).

Frauen Union Dorfen

„Das Ohr an der Basis“: Barbara Lanzinger als Ortsvorsitzende der Frauenunion wiedergewählt

Bei der Frauen Union Dorfen stimmt das politische Engagement. Mit Barbara Lanzinger an der Spitze herrscht dort Kontinuität. Dennoch sind sich die Mitglieder einig: Frauen haben noch Aufholbedarf in der Politik.

Dorfen – Geschlossenheit hat bei der Frauen Union Dorfen Tradition. Das wurde am Mittwochabend bei der einstimmigen Wiederwahl der Ortsvorsitzenden Barbara Lanzinger und einem großen Teil ihres Vorstandsteams deutlich. Die 44-jährige Stadt- und Kreisrätin geht nun in ihre sechste Amtszeit als Ortschefin. Diese Geschlossenheit sprach auch CSU-Kreisvorsitzender und Landrat Martin Bayerstorfer an. Der Ortsverband sei eine starke Gliederung der Partei, die einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaftspolitik leiste, so Bayerstorfer. Obwohl die Politik noch eine Männerdomäne sei, stellte er die eindeutige Tendenz fest, dass es immer mehr Frauen gebe, die sich einer Wahl stellten.

CSU-Ortsvorsitzender und Bürgermeister Heinz Grundner freute sich in der Jahreshauptversammlung in der Taverna Sirtaki über die Wiederwahl des Kernvorstands, da damit „ein stabiles Fundament für die nächsten zwei Jahre“ geschaffen sei. Gleichzeitig wertschätzte er die Bereitschaft, für ein Ehrenamt einzustehen, was „sicher nicht mehr selbstverständlich ist“. Lanzinger dankte beiden für die Glückwünsche mit den Worten: „Es ist immer gut, die Richtigen an der richtigen Position zu haben – welche, die die Bodenhaftung nicht verloren und das Ohr an der Basis haben.“

Grundner und Bayerstorfer waren gekommen, um auch über lokal- sowie bundespolitische Themen zu referieren, und stellten sich anschließend Fragen aus deren Runde. „Es hat keine Schwierigkeiten oder Fragen gegeben, nur eine gemeinsame Linie. Das würde ich mir in anderen politischen Gremien auch wünschen“, sagte der Landrat über die reibungslose Wahl, bei der Lanzinger alle 15 Stimmen der anwesenden Wahlberechtigten erhalten hatte.

Geleitet wurde die Wahl nach einer Verzögerung –nicht alle Mitglieder hatten beim ersten Anlauf den im Restaurant vorzuzeigenden Impfpass dabei – von der neuen Vorsitzenden der CSU Erding, Janine Krzizok, und der Wartenberger CSU-Markträtin Nina Hieronymus. Letztere war ein eher unbekanntes Gesicht bei der Dorfener FU. Hieronymus’ Besuch stand vor dem Hintergrund, sie als mögliche Nachfolgerin von Krzizok auf dem Posten der Vorsitzenden des FU-Kreisverbands vorzustellen.

Die 29-Jährige ist Digitalbeauftragte der CSU Wartenberg, Beisitzerin der Kreis-CSU und arbeitet im Büro der Landtagsabgeordneten Ulrike Scharf. „Wir haben noch Aufholbedarf darin, Frauen in der Politik sichtbarer zu machen, als sie bisher sind“, stellte Hieronymus fest.

Die FU-Aktivitäten waren seit der Kommunalwahl durch die Pandemie stark eingeschränkt. Ein einziges Treffen war zwischen den Lockdowns möglich, erinnerte Lanzinger in ihrem Rechenschaftsbericht, „ansonsten waren wir in einem Dornröschenschlaf“. Aber auch in diesem kam man den gesellschaftspolitischen Interessen der FU nach, eine 500-Euro-Spende an die Nachbarschaftshilfe Dorfen, zur Verwendung bei der Tafel hatte dann aber einen Anruf aus dem Finanzamt zur Folge, berichtete die Vorsitzende. Ein Beleg, dass das Geld gemäß dem Parteienfinanzierungsgesetz nicht aus Mitgliedsbeiträgen stamme, wurde gefordert und konnte erbracht werden.

Die Möglichkeit, Bedürftige aus der Verbandskasse zu unterstützen, ergibt sich nämlich durch bislang regelmäßige Veranstaltungen wie der Spielzeugbörse. Diese soll im Frühjahr, nach zwei Jahren Ausfall, erneut aufgenommen werden. „Wir müssen wohl wieder lernen, dass vieles nicht selbstverständlich ist“, resümierte Lanzinger am Ende ihres erzwungenermaßen kurzen Berichts.

Der Vorstand:

Vorsitzende: Barbara Lanzinger; Stellvertreterin: Luitgard Folger-Hagl; Schatzmeisterin: Elke Aigner; Schriftführerin: Christine Streibl; Beisitzerinnen: Heidi Rimpfl, Karin Wilhelm-Scharl, Ursula Schönfelder, Anne Sedlmeier und Betty Schubert; Kassenprüferinnen: Rosemarie „Muck“ Hartl und Rosemarie Kronseder.

FABIAN HOLZNER

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