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Des einen Freud, des anderen Leid (v.l.): Knecht Xaver (Andreas Schweiger jun.) umgarnt den Sommergast Susi (Alexandra Neumeier) zum Missfallen von Magd Mirl (Maria Schweiger).

Stoarösler-Theater

„Der Susi ihr G’spusi“ begeistert das Publikum

Dorfen – Der Dorfener Trachtenverein „d’ Stoarösler“ kann in diesem Jahr 80-jähriges Bestehen feiern. Aus diesem Anlass gibt es ein Jubiläumstheater: „Der Susi ihr G’spusi“.

Bei der gelungenen Premiere des Lustspiels mit Gesang von Erfolgsautor Hermann Schuster hat sich das Publikum köstlich amüsiert.

Ein wahrlich heiteres Stück über Eifersucht und Liebe hat sich Theaterleiterin Trudi Schweiger ausgesucht. Die Aufführung gefiel mit hintersinnigen Pointen, die wohl den Geschmack des Publikums traf, das herzhaft lachte und den Bühnenakteuren für ihr überzeugendes Spiel immer wieder Szenenapplaus spendierte. Die schöne Bühnenkulisse zeigt schon den Ort der Geschehnisse, den Almhof von Andreas Bauer (Andi Schweiger sen.) in mitten der Berge. Der Hausherr und sein Schwiegersohn Franz (Stephan Ciriello) lieben ihre friedliche Bergwelt. Seine Frau Mena (Sonja Schweiger) und Jungbäuerin Lisl (Vanessa Stang) sind da aufgeschlossener und wollen, dass erstmals der Fremdenverkehrsbetrieb eingeführt wird. Das Ansinnen stößt bei den Männern auf hartnäckigen Widerstand, die sogar den Weg zum Hof absperren – aber zu spät. Mit der Ruhe ist es dann schnell vorbei, als der „preißische“ Sommergast, die Susi (Alexandra Neumeier) plötzlich auftaucht, um auf dem Almhof ihren Urlaub zu verbringen. Da geraten die geordneten Verhältnisse am Hof völlig durcheinander.

Es kommt wie es kommen muss, die Susi verdreht den Mannsbildern die Köpfe. Die drei Männer, Bauer, Schwiegersohn und Knecht Xaver (Andreas Schweiger jun.), anfangs noch vehement gegen die Sommerfrische, umgarnten mit bis dahin unbekanntem Charme das Preißn-Geschöpf wie balzende Gockel. Das weckt natürlich die Eifersucht der Bäuerin, der Tochter und der verliebten Magd Mirl (Maria Schweiger). Die sinnt auf Rache. Das Stück kommt so richtig in Fahrt, als dann noch „Preiß“ Archibald (Korbinian Beer), der Verlobte von Susis, überraschend auftaucht. Die drei ländlichen Grazien nützen die Gunst der Stunde und umgarnen ihrerseits sehr zum Missbilligung ihrer Mannsbilder den Sommerfrischler aus dem hohen Norden.

Die Verwirrungen und kräftigen Auseinandersetzungen spielt die Stoarösler-Truppe wunderbar. Ob es ein reinigendes Berggewitter gibt und die Paare am Ende sich wieder finden kann man bei zwei weiteren Aufführungen sehen. Gespielt wird in der Grundschule am Mühlanger noch einmal am Freitag/Samstag, 11./12. März, 20 beziehungsweise 18 Uhr. Der Eintritt kostet sieben Euro (vier Euro ermäßigt). Karten gibt es in der Getränke Oase Dorfen oder per Telefon unter (0 80 81) 81 43.  prä

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