Bairisch – rockig – cool: „d’Heftl“ mit Frontfrau Sylvie Seizinger gaben im Jakobmayer-Saal ordentlich Gas. Foto: Weingartner

Konzert

„d’Heftl“ rocken immer noch – und wie

Dorfen – Trotz Internet und Smartphone, es gibt sie noch, „d’Heftl“. Das Six-Pack aus dem 20. Jahrhundert begeisterte im Dorfener Jakobmayer-Saal, nicht etwa als Druckwerk bei einem literarischen Abend, sondern als coole Funk und Soul-Band mit frischen rockigen Nummern und vielen eigenen Songs.

„Süßes“ aus München gab es zur Einstimmung. Die Girls-Band „Bongbongs“ machte Stimmung mit eigenen deutschen Nummern, die sich mit Frauenthemen beschäftigten.

In der Evolution der letzten Jahrzehnte sind „1000 Heftl“ heute zu „d’Heftl“ mutiert. Keine schlechte Entwicklungsgeschichte, die die Cross-Over-Band aus den 80ern genommen hat und heute aus Otto Hohentanner (Lead-Gitarre), Walter Köstlmeier (Drums) Jürgen Weingärtner (Bass), Walter Ruckdeschel (Saxofon) Ingrid Gerbl (Akkordeon, Keyboard) und der stimmgewaltigen Sylvie Seizinger (Gesang) besteht. Die Band-Crew ist nicht mehr ganz die jüngste, Sound und Spielfreude aber taufrisch. Dazu merkte man sofort, dass die Band Bühnenerfahrung hat und weiß, wie man das Publikum mitnimmt. Das war übrigens größtenteils auch nicht das jüngste. Viele langjährige Fans – man kennt sich halt eben noch von früher.

„d’Heftl“ passen in keine Schublade. Die Band spielt ihren unverkennbar eigenen, speziellen Sound. Ein angenehmer Mix irgendwo zwischen ehrlichem Rock, groovendem Soul und fetzigem Jazz. Satte Bässe, ein präzises Schlagwerk, das in die Beine geht, der druckvolle, unverwechselbare Gesang der Frontfrau, tolle, jazzige Sax-Solos, harte Gitarren-Lines und dazwischen auch mal Akkordeonklänge. Das begeisterte.

Und auf der Playlist haben „d’Heftl“ viele gute eigene Songs. Dazu gehören etwa die „Zentralbank“, eine ganz boarische Nummer, und interessant interpretierte Coverhits von Weltstars wie Tina Turner. Die Band versprühte echte Spielfreude und das Publikum hatte mindestens so viel Spaß an der Musik, wie das Sextett auf der Bühne. Die einen wippten an den Stehtischen, während die anderen auf der Tanzfläche Gas gaben. Der Lohn war ordentlich Beifall zum Schluss und dafür gab’s eine Zugabe. Irgendwie war’s ein bairisch-cooler Rock-Abend.  prä

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