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Einfach mal abhängen: Renate Döllel.  
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Einfach mal abhängen: Renate Döllel.  

Internationaler Tag der Hängematte

Abhängen im eigenen Garten: Renate Döllel schwört darauf

„In meinem Garten kann ich sein wie ich bin“, sagt Renate Döllel vom Gartenbauverein Zeilhofen. Ein Interview mit mir zum Internationalen Tag der Hängematte.

Landkreis – Der internationale Tag der Hängematte ist heute eine gute Gelegenheit, im eigenen Garten „abzuhängen“. Garteninitiativen, Kreisfachberater und die Bayerische Gartenakademie haben diesen Tag als Symbol für die vielen Möglichkeiten gewählt, die der Garten bietet. Kreisfachberater Michael Klinger hat daher Renate Döllel vom Gartenbauverein Zeilhofen zu ihrem Bezug zum Garten und ihren Lieblingspflanzen befragt.

Döllel begeistert seit Jahren mit ihrer Kinder- und Jugendgruppe „Naturkids“ den Gärtnernachwuchs von Zeilhofen. 2018 hat die Gruppe den Wettbewerb „Streuobst-Vielfalt – Beiß rein!“ gewonnen. Die Stadt Dorfen hat Döllels Engagement bereits im November 2018 mit dem Umweltpreis gewürdigt.

Welche Rolle spielt der Garten in Ihrem Leben?

Er macht Natur erlebbar, und er gibt mir das Gefühl von Heimat, Geborgenheit und Privatsphäre.

Was macht den Garten aus Ihrer Sicht besonders?

Ein besonderer Garten ist für mich ein naturnaher Garten, der auch „wilde“ Ecken und Flächen hat, die sich selbst überlassen sind. Unser Garten ist Teil des landwirtschaftlichen Anwesens, auf dem ich aufgewachsen bin. Ich verbinde mit ihm schöne Kindheitserinnerungen und unvergessene Erlebnisse mit meinen Geschwistern. Gerne half ich der Mutter bei der Gartenarbeit und lernte dabei spielerisch von ihr, wie man zum Beispiel Gemüse anbaut. Später konnten wir die Freude daran auch unseren Kindern weitergeben.

Welches sind Ihre Lieblingsecken im Garten?

Meine liebsten Plätze in meinem Garten sind der kühle Schattenbereich unter der großen Linde und die Lagerfeuerstelle.

Welche Pflanzen mögen Sie besonders?

Am liebsten mag ich Pflanzen mit reicher Blüte, die Farbe in den Garten bringen und Insekten Nahrung und Lebensraum bieten. Besonders interessant finde ich es auch, wenn sich Pflanzen ihren Standort selbst aussuchen. Ich habe einmal einen Kugellauch ins Beet gepflanzt, der einige Jahre später an ganz anderer – für ihn richtigeren – Stelle hervorkam.

Warum lohnt es sich für Sie, Zeit im Garten zu verbringen?

Der Garten ist der Ort, an dem ich sein kann, wie ich bin und tun kann, was ich mag. Dort fühle ich mich wohl. Ich bin vor Ort, brauche nirgends mit dem Auto hinfahren, muss keinen Parkplatz suchen oder in langen Schlangen für eine Eintrittskarte anstehen – kurzum – ich spare viel Zeit und Nerven, und es profitiert auch die Umwelt, wenn ich keinen Sprit verfahre. Ich kann mir sonnige oder schattige Plätze aussuchen und die Seele baumeln lassen.

Welche Tipps haben Sie für Gartenfreunde?

Mit dem Garten sollte man eine Nahtstelle zwischen Mensch und Natur schaffen. Garten ist Ansichtssache. Oftmals kann man an der Gestaltung des Gartens ablesen, welche Einstellung der Besitzer zum Leben hat. Besonders den „Gartenneulingen“ würde ich empfehlen, sich nicht nur vom Zeitgeist leiten zu lassen. Wenn bestimmte Grundformen erst einmal gelegt sind, kann und soll man auch immer wieder offen sein, etwas umzugestalten und der Lebenssituation anzupassen.

Das Interview führte Michael Klinger.

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