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Auf geht’s! Firmenchef Felix Ostermaier, Martin Bauer (Bauamt), Bürgermeister Heinz Grundner, Architekt Stefan Hajek und Kindergartenreferentin Barbara Lanzinger (v. l.) beim symbolischen Spatenstich.

Symbolischer Spatenstich

Dorfen baut das zehnte Kinderhaus

Dorfen hat einen enormen Zuzug und ist vom Durchschnittsalter her eine der jüngsten Städte Bayerns mit vielen Familien. Das bringt einen wahren Kinder-Boom mit sich, sodass die Kommune mit dem Bau der zehnten Kindertagesstätte reagieren muss.

Dorfen – Traditionell wurde mit einem symbolischen Spatenstich der Startschuss für den Neubau einer weiteren Kindertagesstätte (Kita) in Dorfen gegeben. In der Stadt mit knapp 15 000 Einwohnern gibt es bereits zwölf Kinderbetreuungseinrichtungen, davon zehn in eigener Trägerschaft, und zwei weitere Kindergärten in nicht kommunaler Betreuung.

In der Nachbarschaft des städtischen Altenheims entsteht die neue Kita „Am Marienstift“ mit insgesamt 75 Plätzen. Die Einrichtung wird staatlich bezuschusst und kostet geschätzte 2,8 Millionen Euro. Für die Stadt bleiben am Ende rund 800 000 Euro.

„Der Zuzug, Siedlungsdruck und die Entwicklung in Dorfen machen’s notwendig, dass jetzt der zehnte Kindergarten in eigener Trägerschaft errichtet wird“, sagte Bürgermeister Heinz Grundner beim Spatenstich. Dorfen reagiere damit auf den enormen Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen und baue auf eigenem Grund eine neue Kita mit zwei Kindergarten- und zwei Kinderkrippengruppen.

Die Einrichtung entstehe in hervorragender Lage und mit einer tollen Aussicht. „Ideal für die Kinder“, meinte Grundner. Gut sei auch die Nähe zum Marienstift, „weil da mittelfristig Kooperationen entstehen können“. Damit werden auch die Kleinsten und Jüngsten mit der Situation konfrontiert, „dass es auch ältere Menschen gibt“, und es werde eine Verbindung zwischen Alt und Jung hergestellt. Gerade das sei bei zugezogenen Familien oft nicht mehr so der Fall, weil die Großeltern weit weg wohnen.

Die Kita entsteht auf der steilen Grünfläche an der Westseite des städtischen Friedhofs mit First in Nord-Süd-Richtung. In elf Monaten Bauzeit soll das Projekt fertig sein, sagte Grundner. Die Zeit dränge, denn es seien Kinder derzeit noch in Containern an der Schule untergebracht. Die Kita sei als Zukunftsinvestition zu sehen und bestätige Dorfen als familienfreundlichen Wohnstandort.

Architekt und Stadtplaner Stefan Hajek sprach von einem klar konzipierten Gebäude mit zukunftssicherem Gesamtkonzept, das sich gut einfügen werde. Es sei „eine strenge Bauzeit“ und aufgrund der Steilheit des Areals ein anspruchsvolles Vorhaben. Das Gebäude mit Unter- und Erdgeschoss werde in den Hang geschoben. Von der großen Terrasse habe man einen herrlichen Ausblick.

Im nördlichen Teil befindet sich eine zweigruppige Krippe für jeweils zwölf Kinder, im Südteil der zweigruppige Kindergarten für jeweils 25 Kinder. Im Untergeschoss sind die Funktionsräume wie großer Mehrzweck- und Essensraum sowie Küche und überdachte Außenbereiche. Die Einrichtung wird fußläufig auch über den Friedhofparkplatz erreichbar sein.

„Ich bin froh, dass wir einen geeigneten Platz gefunden haben und die Kinder gut untergebracht werden – größer als ursprünglich geplant“, sagte die Dorfener Kindergartenreferentin Barbara Lanzinger. Es sei zwar ein „finanziell enormer Aufwand, aber eine Investition in unsere Zukunft“. Es sei zudem „keine Selbstverständlichkeit“, dass eine Stadt so viele junge Menschen habe.

Zu den städtischen Kitas gehören das Kinder- und Jugendhaus Dorfen, Pfiffikus, Pusteblume, Unterm Regenbogen, Naturkindergarten am Mühlanger und die Kinderhäuser in Schwindkirchen, mit der neuen Naturkindergartengruppe am Kreuzberg, Eibach, Grüntegernbach und Oberdorfen sowie der Schulkindergarten Dorfen (Träger BRK) und Kloster Moosen (Außenstelle des Josefsheims Wartenberg).

Hermann Weingartner

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